Junge Frau mit ME/CFS

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  • Junge Frau mit ME/CFS

    Myalgische Enzephalomyelopathie (-itis)/ Chronic Fatigue Syndrom kurz ME/CFS, heute werden Ähnlichkeiten mit Long Covid diskutiert.

    Die junge Frau ist 29 Jahre alt und leidet seit Jahren an einem schweren CFS/ME. Sie ist 100% arbeitsunfähig.
    Die Auswertung zeigt an, dass der Gesundheitszustand 74% unter dem Durchschnitt ist. Dies ist ein tiefer Wert, wenn man beachtet, dass die junge Frau seit Jahren gut auf ihre Belastungsgrenzen achtet. Auch bei der Stressverarbeitung und bei der Burnout Resistenz liegen die Werte weit unter dem Durschnitt. Ihr biologisches Alter ist 42 Jahre.

    Der Step Wert ist 0.66 und viel zu tief. V.a. wenn man bedenkt, dass die Frau sich vor allem erholt hat. Sie hat während der Messzeit 8 längere Erholungspausen mit bis zu 2,45 Stunden Länge eingetragen. Die Aktivitäten bestehen aus 10 min lesen, 45 Minuten Hörbuch sowie 2 kurzen Spaziergängen, 10 min Haushalt als Sport gekennzeichnet und 8 min Krafttraining. Mehr Aktivität würde ihren Zustand massiv verschlechtern. Meiner Meinung nach sollte hier das Krafttraining reduziert werden, damit mehr Ressourcen für «das Leben» frei werden.

    Der Impuls ist Regeneration.
    Beim Schlaf ist sowohl die Entspannung und Erholung schlecht, die Pulshöhe zu hoch und der Pulsabfall zu gering. Der QPA ist 6.

    Optisch sieht das Feuer abgebrannt aus, mit viel RSA in der Nacht und bei Erholungsphasen.

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  • #2
    Schwieriges Problem. Vorab, die medizinische Fachwelt rätselt und weicht bei Therapien aus.
    Jetzt kommt die Klientin zu Dir und macht eine HRV Messung. Als Nichtmediziner stehst Du im Abseits und kannst ohne Kooperation mit allen behandelnden Ärzten nichts vorschlagen. Ich werde mich also auch davor hüten. Aber wir können uns doch folgendes zu der Messung vorstellen:
    Die Messung wird ohne den Befund "Myalgische Enzephalomyelopathie (-itis)/ Chronic Fatigue Syndrom kurz ME/CFS" in unserem Kreis ohne bezug auf die Klientin diskutiert. Und da können wir doch einiges erkennen.
    Es scheinen sehr viele Medikamente (oder andere Gifte) im Spiel zu sein. Siehe die typischen Merkmale zu beginn des Schlafes.
    Sie achtet gut auf ihre Belastungsgrenzen? Ja welche sind denn das? Die ärztlich vorgegebenen Kennzahlen für Reha-Sport auf Verordnung? Empfehlungen von welchen Fachleuten?
    Oder die Empfehlungen der HRV Messung? Du hast das schon schön formuliert: "sollte hier das Krafttraining reduziert werden". Stimme ich zu. Schwer erschöpft und dann Krafttraining, ist wie beim Ertrinken nochmals tiefer zu tauchen.
    Dir liegen ja die weiteren Werte der HRV Messung vor. Ich schätze, dass die Klientin zwischen 118.000 und 120.000 B/24h Herzschläge in 24 h hat. Aus meiner Arbeit, ein seit Jahrzehnten ohne Komplikationen erprobtes (unter ärtzlicher Kontrolle getestet) Verfahren:
    1. Du nimmst Dir ein Auto (es kann der Natur zu liebe ein E-Auto sein. Ich fahre Diesel!) Zwei erfahrene Übungsleiter, die Autofahren können und zwei ähnlich gelagerte Klienten.
    2. Damit fahrt Ihr ins Grüne, Wald Natur belassen! Die Strecke muss vorab den Ül bekannt sein. Wald- Feldwege, wo kein PKW Verbot gilt. (Kein Laufband mit links und rechts schnaufenden Partnern.)
    3. Im Wald angekommen, steigt ein Ül und ein Klient aus. (Ül hat zweiten Autoschlüssel) und geht in Fahrrichtung los.
    4. Das Auto fährt ca. 200 - 500 m voraus. Stellt das Auto ab (Sicherheit beachten, Nicht den sonstigen Verkehr behindern) und gehen in Fahrtrichtung weiter.
    5. Wenn die ersten zwei am Auto angelangt sind, steigen sie ein, überholen die beiden andern wiederum um 200 - 500 m und erneuter Wechsel.
    6. Achtung! Von den beiden Wandernden spricht maximal der ÜL!!! Der/die Klientin hält den Mund! Es wird nur durch die Nase ein und mit geschlossenem Mund ausgeatmet!!! Sollte der/die Klientin unbedingt etwas sagen müssen, dann stehen bleiben!
    7. Anfangs kann davon ausgegangen werden, dass im Wechsel ca. 3 - 4 mal jeder gehen kann. Etwa 2 km. Einmal die Woche.
    8. Nach 4 - 8 Wochen ärztliches Einbeziehen, kann auf zweimal die Woche erhöht werden.
    9. Sollten die Werte den Ärzten gefallen, kann allmählich von 3 -4 Intervallen die Anzahl erhöht werden. Die Streckenerhöhung liegt, wenn sonst alles stimmt, im Wohlfühlbereich. Bei Deiner Klientin, würde ich den Pulsbereich auf etwa 115 B/min. einschätzen. Auch wenn es nicht alle Wissen (Verzeihung für die Überheblichkeit) wird der Mund geschlossen gehalten und nur durch die Nase ein- und ausgeatmet, stimmt der Puls mit den ärztlichen Vorgaben (auch für Herzpatienten) überein. Die Uhren können das kontrollieren.

    10. Sollten die Strecken möglicherweise erhöht werden wollen, da die Klienten sich wohlfühlen, kann nachgefragt werden. Es liegen Erfahrungen zwischen 300 km (von Berlin zur Ostsee in zwei Tagen) bis zu 1.500 km über Ländergrenzen hinweg über 14 Tage vor.

    Wie gesagt, es handelt sich nur um ein Geplauder über eine HRV Messung.

    Vielleicht gefällt Dir das eine oder andere.

    achwilli

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