Liebe Lola,
Deine Frage bzgl. der Erkenntnisse finde ich sehr interessant und nachvollziehbar. Da macht man persönlich tolle Erfahrungen, im besten Fall sogar Fortschritte bei der eigenen Gesunderhaltung, freut sich darüber und dann kommt die Botschaft beim Umfeld gar nicht oder nur sehr verhalten an….
Das frustriert und verunsichert und ich kenne es aus eigenem Erleben.
Meine Haltung dazu ist inzwischen: bei aller HRV-Begeisterung missioniere ich nicht (mehr). Ich lebe meinen veränderten Lebensstil, freue mich über Fortschritte und bleibende Vitalität trotz höherem Lebensalter. Und wenn mich dann jemand fragt: „“woher kommt’s?”“ – dann spreche ich über meine eigenen sehr guten Erfahrungen mit meinen HRV-Messungen seit 2015.
Möglicherweise bekommt Dein Umfeld mit, dass Deine Lebensstil-Optimierung nur mit Veränderung und Ausdauer möglich ist. Und– das ist (wie Du selbst über die Entspannungsübungen schreibst und was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann) Arbeit und verlangt Disziplin. Das möchten dann viele Menschen für sich selbst nicht, obwohl sie Deine Erfolge sehen und Dich vielleicht auch insgeheim bewundern. Aber in “„Vogel-Strauß-Manier”“ lieber den Kopf in den Sand stecken und nicht verstehen wollen, was an der HRV so gut sein soll.
Viele sind auf Suche nach einem Wundermittel, das aber möglichst von alleine und ohne Mühe den großen Erfolg bringen soll. Und das ist die HRV definitiv nicht. Aber sie ist ein Präzisionswerkzeug für alle, die ihren Organismus verstehen, darüber staunen und seine Fähigkeiten nutzen möchten.
Ich für mich handhabe es so: am Anfang habe ich ganz viel gemessen; inzwischen etwas weniger, weil ich gelernt habe, dass angestrebte Veränderungen Zeit brauchen. Ich lebe meinem Umfeld den persönlichen Nutzen der HRV quasi vor und dann war/ist es so, dass der eine oder die andere dann doch auf einmal selbst eine HRV-Messung machen und es ausprobieren wollten. Nicht viele, aber doch mehrere Personen haben sich einen Privataccount mit Jahresflat zugelegt und messen inzwischen selbst.
So auch eine Kollegin die Mitte 2015 auf dem besten Weg zu einem Burn out war. Die Erkenntnis, wo sie steht, war sofort da. Aber bis es dauerhaft zu einer Verhaltensänderung mit Arbeitsplatzwechsel kam, vergingen fast 2 Jahre. Vorher/Nachher-Messungen von ihr kann ich Dir keine zeigen wg. eigenem Account, aber es geht ihr spürbar besser.
In diesem Sinne: mach Dein Ding – - bleibe für Dich dran – - und schau einfach, was sich tut. Bei Dir und den Anderen.
Ich drücke Dir die Daumen und freue mich mit Dir, wenn noch ein paar andere Rückmeldungen zu Deinem Beitrag kommen. Wir lernen doch alle nur von den Erfahrungen aller Community-Mitglieder.
Liebe Grüße
Hannelore