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    Dieses Ergebnis erstaunt mich.
    Es ist eine 46 Jahre alte Frau mit 6 Kindern.
    Sehr überlastet, auch psycho-sozial.
    public1261bc982a24f43bce06b0ac476afbb3

  • #2
    Hallo Cor,

    mir fallen v.a. der breite Hof um die Pulskurve (außer im Schlaf) und die "Schatten" im Spektrogram bis hinauf über 0,40 Hz auf.
    Hast Du Dir mal die HRVmed angeschaut (u.a. Herzrate, Scatterplot, Histogramm) - ist da etwas in Richtung HR-Störungen oder Artefakte zu finden? Das Spektrogramm erinnert mich an das Beispiel "Falsch positives Ergebnis" im Praxisbuch ab Seite 110.

    LG Hannelore

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    • #3
      Hallo Hannelore,

      Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
      Die Anzahl der Fehler beträgt 3,89%, also sollte es mit den falsch positiven Artefakten fallen, oder?
      Hiermit das Streudiagramm und das Histogramm

      GLG Cor
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      • #4
        Hallo Cor,

        was genau erstaunt Dich an der Messung und was genau meinst Du mit "...also sollte es mit den falsch positiven Artefakten fallen"? Zustimmung oder Verwerfen meiner Idee bzgl. von Artefakte oder Herzrhythmusstörungen?

        In Scatterplot und noch besser im Histogramm sind "Ausreisser" neben der typischen Torpedoform zu erkennen (links unten; v.a. durch sehr schnelle HR), die bei einer "sauberen" Messsung so nicht zu erwarten sind. Die Fehlerquote ist mit 3,89% nicht sehr hoch und es wurde auch nicht viel gefiltert, aber manchmal unterlaufen Störungen, wenn sie nicht zu massiv sind, die an sich sehr guten Filter der Analyse-Software. Wie schaut das Tachogramm aus - z.B. bei den beiden manuellen Arbeiten um 14 bzw. 18 Uhr?

        Die Messung im Praxisbuch stammt von einer Klientin von mir, dort war die Fehlerquote mit 7,47% auch nicht "zu hoch". Andere Messungen von ihr lagen im Fehlerbereich zwischen 1,6% und 2,8% und zeigten trotzdem über weite Strecken ein gleich verschwommenes Spektrogramm. Erst die im Buch beschriebene veränderte Elektrodenanlage brachte saubere Messungen und die Erkenntnis, dass es sich um keine ernstzunehmenden HR-Stärungen handelte.

        Ist diese die einzige Messungen dieser Klientin?

        Mit herzlichen Gruß in die Niederlande... Hannelore

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        • #5
          Hallo Cor!
          Interessant finde ich, dass die Dame starke Stimmungsschwankungen hat... ein laufender Wechsel von gut auf schlecht - vor allem, wenn sie alleine ist, geht es ihr "schlecht". Warum?
          Weiters auffällig: keine bewusste Pause im ersten Teil der Messung vor dem Schlaf - außer TV, wenn man das als Pause bezeichnen möchte.
          Das subjektive Empfinden von Stress ist relativ. Sie hat recht hohe HF-Werte sowohl tagsüber als auch im Schlaf. Bei den Kundinnen, die ich bisher gemessen habe, war das eher der Fall, dass die Kundinnen mit hohen HF-Werten gefühlt gestresster waren, als die HRV-Messung ergeben hat.
          Ich denke, ihr Körper hat die Gabe sich gut zu regenerieren zB im Schlaf --> RSA erkennbar. Diese Qualität gilt es zu erhalten und auszubauen.

          Liebe Grüße
          Karin

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          • #6
            "Wer ein Warum hat, erträgt fast jedes Wie." (Frankl)

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            • #7
              Hallo Hannelore, Karin und Erich,

              Entschuldigung, ich war die letzten Tage sehr beschäftigt.
              Übersetzung funktioniert nicht immer gut.
              Ich meine, dass es eine niedrige Fehlerrate gibt.
              Du hast recht, dass das Scatterplot viele Artefakte zeigt. Ich sehe keine Extrasystolen oder andere physiologische Arrhythmien im Tachogramm, aber viele Artefakte um 14 Uhr siehe Anhang. Wahrscheinlich Bewegungsartefakte oder Störungen beim Staubsaugen?

              Ich habe noch keine zweite Messung, habe aber zugestimmt, dass sie das in 3 Monaten wiederholen wird.

              Diese Frau hat 6 Kinder. Diese erfordern viel Aufmerksamkeit. Gut bemerkt, dass sie sich allein schlecht fühlt. Sie möchte immer für ihre Kinder da sein. Ich sagte ihr, wenn sie sich nicht genug Zeit für sich nimmt, dann ist das letztlich nicht gut, weil sie sich nicht gut um ihre Kinder kümmern kann.
              Ich riet 3 mal täglich eine bewusste Pause von 10-20 Minuten in Anspruch zu nehmen, die sie nicht gestört werden sollten und wo sie die Aufmerksamkeit auf die richtige Atmung zahlen.
              Sie hat auch viel Stress, also erwartete ich deutliche Anzeichen von Burnout. Dennoch hat sie einen großen Anteil an HF und LF (tagsüber). Was denkst du: Ist der pNN50 stark von Artefakten beeinflusst?

              Ja Erich viele Straßen führen nach Rom, sagen wir hier.

              Danke! Ich bin sehr glücklich mit Ihren Kommentaren.

              Herzliche Grüße aus den Niederlanden

              LG Cor

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              • #8
                Guten Morgen Cor,

                das ist ja schon mal positiv für Deine Klientin, wenn Du keine Anzeichen von Herzrhythmusstörungen finden konntest. Aus der Fürsorgepflicht heraus ist es mir immer wichtig, dies bei einem so "verschwommenen" LF-Bild abzuklären. Bzw. offensichtlich falsch positive Werte ohne pathologischen Hintergrund im Coaching entsprechend zu kommunizieren.

                Zu Deiner Frage:
                ... Dennoch hat sie einen großen Anteil an HF und LF (tagsüber). Was denkst du: Ist der pNN50 stark von Artefakten beeinflusst?
                Prinzipiell täuschen Artefakte eine real nicht vorhandene Variabilität vor und dies führt zu falsch positiven Ergebnissen. Die häufigen, abrupten Wechsel zwischen hoher und im darauffolgenden Schlag niedriger Herzrate erzeugen längere ms-Abstände von R-zu-R-Zacke - meist mit mehr als 50ms Unterschied. D.h. pNN50 nimmt zu.

                In dem Auszug, den Du oben zeigst, sind die Artefakte weitgehend ausgefiltert. Wenn dies über die ganze Messung so ist, prima!
                Was evtl. noch abzuklären ist, in welchem Ausmaß sich Tagesmüdigkeit in dem Spektrogramm zeigt. Dies könntest Du über die Detaildaten der Aktivitäten prüfen. Im Praxisbuch ab Seite 182 sind die einzelnen Aktivitäten mit ihren spezifischen Beurteilungskriterien aufgeführt. U.a. wird die Bewertung der Vagusaktivität=pNN50 dargelegt, die sehr unterschiedlich betrachtet wird.

                So z.B. bei "Geistiger Aktivität":
                - ein deutlicher Abfall weist auf Stress bis Erschöpfung hin; Anstiege auf gute Ökonomie bis hin zum Flow.
                - Sehr hohe Anstiege können in Verbindung mit einer niedrigen HR ein Zeichen von Ermüdung sein.

                Oder bei "Manueller Arbeit":
                - pNN50 gibt Auskunft über die Ökonomie, das Mitatmen und damit auch das psychologische Befinden während der manuellen Arbeit. Je näher sie am Tagesdurchschnitt ist, desto besser.

                Interessant scheint mir - im Kontext zu Deiner Beschreibung: Klientin fühlt sich oft schlecht - das pNN50 auch über das Befinden Auskunft gibt.

                Mit Deinen o.g. Ratschlägen bzgl. Ruhepausen - Atmung - Ungestörtsein etc. hast Du Deiner Klientin sicherlich gute Hinweise gegeben. Interessant wird die nächste Messung dahin gehend sein, ob sich eine Verbesserung einstellt. Vielleicht lässt Du uns dann daran teilhaben. So Vorher-/Nachher-Vergleiche sind immer spannend!

                Ein schönes, stressbefreites Wochenende wünscht Dir
                Hannelore
                Zuletzt geändert von Hannelore Willmroth; 21.07.2018, 10:10.

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