Auf einem guten Weg, oder?

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  • Auf einem guten Weg, oder?

    Hallo,

    ich habe heute das erste Mal eine Messung gemacht und finde das Ergebnis in Relation zu meiner Vorgeschichte ganz gut. Ich habe vor einigen Jahren eine schwere Krebserkrankung überlebt. Danach hatte ich allerdings lange Zeit mit den Folgen der Narkose und dem Chronischen Fatique Syndrom "zu kämpfen". - Insofern denke ich, habe ich mich bereits gut entwickelt und regeneriert.

    Meine mentale Performance mit 2,8 von 10 lässt allerdings noch stark zu wünschen übrig. Hätten Sie da noch Tipps für mich, wie ich diese steigern kann?

    Was mir auch noch etwas Sorge bereitet, ist meine physische Fitness, die ich gerne wieder steigern möchte. Hier hatte ich lange Zeit Probleme mit stark verklebten Faszien und erhöhten Laktatwerten, die Sport oder längere Bewegungseinheiten zur Qual werden ließen. Hier merke ich erst seit wenigen Wochen eine Besserung, weswegen ich nun mit 30-minütigem Intervalltraining versuche, meine Fitness wieder etwas zu steigern. Doch wie die Messung zeigt, bin ich nach der mittäglichen Sporteinheit, als ich mich wieder an meine PC-Arbeit machte (ca. ab 13 Uhr), in ein regelrechtes Erschöpfungstal gefallen. Wie ließe sich denn da die Vitalität wieder steigern?

    Nächste Frage: Auf der "Produkte-für-mich-Seite" über die ich bestellt hatte, wurde auch damit geworben: "Personalisierte Empfehlungen wie z.B. zur gezielten Mikronährstoff-Subsitution". Für mich war das ein wichtiges Kaufkriterium, doch leider kann ich zur Mikronährstoff-Substitution überhaupt nichts in der Auswertung finden. Welche Nährstoffe wären denn für mich empfehlenswert? Kann dazu bitte jemand auch Auskunft geben?

    Und zu guter Letzt: Die Pflaster der Elektroden führen bei mir zu einer allergischen Reaktion (wie Brandblasen). Welche alternative Möglichkeit gäbe es denn, um das Messgerät anzubringen, damit ich weitere Messungen vornehmen kann?

    Viele Grüße
    Marion
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  • #2
    Hallo Marion,

    Du bist wahrlich auf einem guten Weg! Es können gar nicht so viele Menschen auf so eine Messung blicken, die keine lebensbedrohliche Krankheit hinter sich haben.
    Wenn der Sport, den Du da in der Messung zeigst, das 30minütige Intervalltraining ist, dann überlastet es Dich grundsätzlich nicht, sonst wäre der Puls nachher über längere Zeit höher als vorher. Trotzdem ist die Frage, ob gerade Intervalltraining mit zwischendurch hohen Laktatwerten das Richtige ist, wenn Du unter hohen Laktatwerten leidest…

    Die Sache mit den Faszien ist natürlich lästig, aber angesichts dessen, was Du schon erlebt hast, „überschaubar“. Aber leider dauern Probleme mit den Faszien, die sich ja als Strukturgewebe wie eine Matrix durch den ganzen Körper ziehen und allen anderen Strukturen (Muskeln, Organen, Verdauung, etc.) Halt geben, recht lange. Die Neubildung unseres Bindegewebes dauert ein Jahr, aber angesichts dessen, was Dein Körper schon zu verdauen hatte, bei Dir sicher deutlich länger. Nicht zuletzt deswegen, weil sich auch starke emotionale Erlebnisse im Bindegewebe „abspeichern“ und es schmerzempfindlicher machen. Die Geschmeidigkeit des Gewebes lässt sich durch gezieltes Stretching, Massage („Rolfing-Griffe“), aber vor allem durch Bewegung selbst sukzessive verbessern, weil durch den Temperaturanstieg im Gewebe durch Sport die Enzymaktivität stark angekurbelt wird (pro Grad Anstieg um 10%). Aber Bewegung + Dehnung ergeben langfristig die besten Aussichten auf Schmerzlinderung.

    Deine große Stütze ist offensichtlich der Schlaf! PNN und HF sind auf sehr hohem Niveau, d. h. Deine Vagus funktioniert ausgezeichnet. Das ist schon sehr, sehr positiv! Die RSA ist aber auf ziemlich hohem Niveau (fast auf 0,35), d. h. Dein Körper hat im Schlaf einiges abzuatmen (Stichwort: Übersäuerung). Ohne die Daten im Detail zu kennen, vermute ich, dass Dein „mentales Tief“ (Konzentrationsfähigkeit) in erster Linie durch Müdigkeit kommt, die Dir halt noch grundsätzlich in den Knochen steckt. Die PC-Arbeit vor Mittag zeigt ziemlich sicher starke Müdigkeit. Danach machst Du Sport und isst erst wieder um 15 Uhr etwas. Ich würde nach dem Sport viel trinken und z. B. Obst oder Müsli essen, damit Du in keinen Unterzucker hineinschlitterst, was Dir die Konzentration raubt.

    Was die Elektroden betrifft habe ich momentan nur die Alternative eines Brustgurtes und das Hochladen einer „alternativen Datei“ im Kopf. Es kommt auch in Bälde ein perfekter Brustgurt auf den Markt. Ansonsten gibt es in der Sport-Community darüber auch schon ein paar Threads. Und in Sachen Mikronährstoffe bin ich einfach nicht der Richtige…
    Alles in allem machst Du so viel „richtig“, dass die Kleinigkeiten, die man noch verbessern kann, sehr überschaubar sind. Viel Erfolg & weiter so!

    Liebe Grüße, Erich

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    • #3
      Hallo Marion,

      schön, dass deine Messung bzw. deine HRV trotz deiner Krankengeschichte so gut ist. Klingt doch, als ob du auf dem richtigen Weg bist.

      Zu deiner mentalen Performance: Die Bewertung ist natürlich von mehreren Faktoren abhängig. Überleg dir einfach einmal, was du vielleicht direkt davor gemacht hast. Wenn du z.B. etwas schwer verdauliches gegessen hast, dann könnte dein Organismus auch während geistiger Aktivität mit der Verdauung beschäftigt sein, oder man wird nach dem Essen müde - Stichwort postprandiale Erschöpfung. Dann kann es davon abhängen, was du während geistiger Aktivität gemacht hast - war es eine Aufgabe, die dir Spaß gemacht hat, musstest du dich ärgern, hast du vielleicht von Raum zu Raum gehen müssen (d.h. war es körperlich anstrengend?), war es heiß, hast du Pausen gemacht, etc. Du siehst, es können eine Menge Faktoren mitspielen. Anhand der Messungen und des Aktivitätenprotokolls kannst du dich ein wenig "spielen" und herausfinden, was sind die Gründe, was tut dir gut. Ab und zu vielleicht einmal durchstrecken, aufstehen, ein Glas Wasser trinken, Phasen der Entspannung einbauen (z.B. Bauchatmung,..), Power Naps etc. können deine Leistungsfähigkeit wieder steigern.

      Erich hat bereits einige Gedanken zum Thema Sport, Faszien und Schlaf gemacht. Die würde ich einfach einmal so stehen lassen. Vielleicht hilft dir der ein oder andere Gedanke.

      Thema Elektroden: Wenn du empfindlich auf die Elektroden reagierst, dann wechsel sie lieber häufiger und klebe sie immer ein Stück versetzt auf, dann sollten die einzelnen Körperstellen nicht so stark gereizt werden. Es gibt im Portal aber auch die Möglichkeit sensitive Elektroden zu kaufen. Vielleicht wären diese neben der Alternative Brustgurt eine Möglichkeit?

      Empfehlungen zu Mikronährstoffen erhält man immer abhängig von den jeweiligen Messergebnissen und sollten in Zusammenarbeit mit einem Experten stattfinden. D.h. am besten mit einem Professional, Arzt oder Ernährungsexperten. Dann kannst du sicher gehen, dass auch die für dich richtigen Mikronährstoffe ausgewählt werden.

      Liebe Grüße,
      das Autonom Health Team

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      • #4
        Hallo Marion,

        deine Aussagen zur HRV Messung zeugt davon, dass du dich bereits längere Zeit mit der Thematik inhaltlich auseinandergesetzt hast. Daraus folgt, möglicherweise können meine Bemerkungen als Eulen nach Athen tragen genannt werden. Betrachte also die Zeilen als Ergänzung zu den Inhalten von Erich und Autonom Health zur praktischen Umsetzung in den Alltag.
        1. Günstig für deine Auswertung wäre es, die 24 h Messungen am Morgen zu beginnen. Siehe dazu den Beitrag von Autonom Health= Was hast du davor gemacht? Nach meiner Erfahrung ergeben sich nach mehreren Messungen wesentlich bessere eigene Bewertungen meiner Klienten was der Nachtschlaf vom Tag verarbeiten musste.
        2. Krebserkrankung chronischen Fatigue Syndrom. Zuvor: Medizinisch halte ich mich raus. Das ist Aufgabe der Mediziner. Die folgenden Hinweise basieren auf meiner in Deutschland staatlich anerkannten Ausbildung unter anderem zur Lizenz Sport nach Krebserkrankungen (§44 SGB IX) und den Erfahrungen mit Patienten mit Krebserkrankungen seit über 10 Jahren. Das chronische Fatigue Syndrom wird sehr vielfältig verwendet. Ich gehe davon aus, du betrachtest die Benutzung bei Krebserkrankungen. Krebserkrankungen sind so vielfältig verschieden aggressiv, dass nicht immer die „Folgeerscheinungen“ eindeutig als zugehörig zur Erkrankung oder eine andere krankmachende Form im Köper die „Gunst der Stunde“ nutzte sich auszubreiten. Daher ist eine Lösung dieses Problems sehr vielfältig. Das hast du geschrieben ist dir gelungen. Gehe diesen Weg gedanklich zurück (was hast du alles gemacht und wie lösten sich die Beschwerden). Dann hast du möglicherweise selbst einige Schlüssel in der Hand für deine aktuellen Beschwerden.
        3. Mentale Performance. Dein erstes Essen und die darauffolgende Arbeit am PC 9:00 Uhr. Vorschlag: Nach dem Essen wirst du sehr müde? Zwinge dich nicht zur Arbeit. Leg dich hin und versuche nicht, sondern zwinge dich zum Schlafen (natürlich ohne Medikamente). Erfahrungsgemäß geht das natürlich nicht. In unserem Fall ist das gut so. Dir gehen alle Gedanken durch den Kopf, lass sie kommen und gehen. Yoga wurde dir schon angeboten. Brauchst du nicht (jetzt sofort) zu können. Zwischen den Gedanken denke einfach Unterbauch einatmen, Unterbauch ausatmen. Die Gedanken stören dich wieder, gut so. Kommen und gehen lassen. Erfahrungsgemäß passiert relativ schnell folgendes: Die verschiedenen Gedanken – Tagesaufgaben die alle wichtig sind – werden immer fokussierter und letztendlich auf eine Aufgabe eingekreist. Du hast deine Tagesaufgabe erkannt. Deine Nahrung hat sich in der Zeit genügend Blut zur Verdauung geholt und gibt freiwillig wieder Sauerstoff an das Gehirn ab. Du hast plötzlich das Gefühl aufzustehen und an die Arbeit zu gehen. Erfahrungsgemäß nach ca. 20 bis 30 Minuten. Voraussetzung: Du gehst erst einmal davon aus eine unbegrenzte Zeit zu schlafen.
        4. Physische Fitness 30 min. Intervalltraining. Elke hat in Wien bei Alfred einmal einen Vortrag gehalten. Mit der HRV Messung lässt sich der günstigere Termin für einen Klienten für eine OP besser bestimmen. Das gilt für alles andere auch. Meist wird der Sporttermin geplant. Das ist logisch, trotzdem sollte zum konkreten Termin überprüft werden, was dem Körper gerade jetzt gut tun wird. Da kann es schon einmal sein, dass ein HIT Intervall Training gestrichen und dafür eine Runde Autogenes Training gemacht wird. Verteile die 30 Minuten auf 12 Stunden. Dazu musst du dir ein Übungsprogramm erarbeiten (nicht unbedingt Kurs besuchen) Fange mit 2-3 Minuten an. (Autonom Health Hinweis: Zwischen durch mal Strecken) Das steigerst du allmählich auf 10 Minuten, 15 Minuten und schließlich 30 Minuten (ich empfehle immer besser 32 Minuten) Meine Devise: So lange wie nötig im unteren anaeroben Bereich trainieren und so schnell wie möglich in den aeroben Bereich kommen. Mit einer 5 Minuten Messung kannst du ganz schnell erkennen, was dir guttut. Wenn du nicht selbst über dieses Wissen der Trainingslehre verfügst, suche dir einen Trainer deines Vertrauens.
        5. Verklebte Faszien und erhöhte Laktatwerte. Im Punkt 4 steht schon die Methode für diesen Punkt. Die Laktatwerte ändern sich erst allmählich, wenn das Bewegungsmuster verändert wird. Ausdruck der ökonomischen Stoffwechsel Prozesse. Bei den verklebten Faszien haben wir Geduldsprobleme (siehe Erich) Im Pkt. 4 steht so lange wie nötig und so schnell wie möglich den anaeroben und aeroben Bereich Wechseln. Verteile über den Tag so ungefähr 5 Einheiten à 30 sec. und mache eine passive Dehnung der betroffenen Körperteile. Nicht bis zur Schmerzgrenze, sondern bis zum Spannungsgefühl. Erwarte mindestens 2 Monate keinen Erfolg. Es ist gut möglich, dass du erstaunt feststellst: Die Beweglichkeit (Schmerzreduzierung) hat sich schneller verbessert. Und da viele, vielleicht du auch, ungeduldig sind ohne (Zeit) Zielstellung solche Übungen zu machen, vertreibe dir die Zeit mit der Atmung. Deine Körperhaltung (Übung) tritt zurück.
        6. Erschöpfungstal. Bei dem nächsten Erschöpfungstal nimm dir die Empfehlungen vor und gönne dir deine Pause. Danach geht es dir besser.
        7. Welche Nährstoff-Substitution. Rein eigene Erfahrung: 24 h Messung und die 3 Zusätze. Sport, Karriere, Ernährung. Ich selbst habe einen Lehrgang für Ernährungsberater absolviert, nicht um zu verkaufen, sondern mit eigenem Wissen Aktion, Reaktion meines Körpers bei unterschiedlichen Belastungen mit entsprechendem Futter versorgen zu können.
        8. Pflaster allergische Reaktion. Ich warte auch schon auf die neuen Brustgurte.

        So ungefähr arbeite ich mit meinen Klienten im Coaching. Voraussetzung dazu ist:
        1. Persönliches Kennen des Klienten
        2. Ein ca. 45 Minuten gehendes Eingangsgespräch
        3. Eine 24 h Messung daraus folgend:
        4. Wie soll deine Entwicklung in 3, 7 und 15 Jahren aussehen? Danach gehen wir eine gewisse Zeit gemeinsam die Wege. Ziel ist so lange wie nötig Hilfe zu geben und so schnell wie möglich den Klienten mit eigenen Lösungserfahrungen selbstbestimmt gehen lassen.

        Nicht jedermanns Sache. Mein Stamm an Klienten und zu Freunden gewordenen trainiert mehr als 10 Jahre mit mir.

        Ich kann nur empfehlen, suche dir deine benötigten Fachleute - Coach in deiner Umgebung, lerne sie kennen und hinterfrage solange bis du es verstanden hast.

        Ich wünsch dir alles Gute

        Ein letztes: Deine Erfahrung sammeln und weitergeben. Viele meiner Klienten (mit Krankheitsbildern) sind heute angesehene Übungsleiter.

        achwilli

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        • #5
          Hallo zusammen,

          erstmal vielen herzlichen Dank für eure ausführlichen Antworten und den einen oder anderen Tipp, den ich gerne noch mit aufnehme.

          Ich hatte die erste Messung in meiner ersten Urlaubswoche gemacht. Nach euren Ausführungen kam mir der Gedanke, dass vielleicht noch ein anderer Faktor mit reinspielte. Ich fühlte mich nämlich wirklich urlaubsreif und die momentane, durchgehende sommerliche Hitze trägt sicher auch mit bei. Bin gespannt, wie die Messung jetzt zum Abschluss des Urlaubs aussehen wird, die ich jetzt aktuell mache.

          @Erich: Die Aussage, dass sich starke emotionale Erlebnisse im Bindegewebe festsetzen, kann ich 100% bestätigen. Und was den Schlaf als Erholungs- und Regenerationsquelle angeht, bin ich sogar ein bißchen stolz auf mich ;-)

          So ganz unbedarft, habe ich mich nämlich nicht für diese Messung entschieden. Ich habe in den letzten Jahrzehnten einiges an Ausbildungen angesammelt, die ich hin und wieder nebenberuflich ausübe. Inzwischen blicke ich auf über 25 Jahre diesbezüglicher Erfahrungen zurück. Seinen Anfang nahm es mit Mentaltraining, Lebensberatung und Rückführungstherapie, später kamen dann die systemischen Aufstellungen dazu, eine Ausbildung als systemisch / integrativer Coach, die PEP-Methode nach Dr. Bohne (Prozess- und Embodiment-fokussierte Psychologie), die Arbeit mit inneren Anteilen usw. und letztlich, um mir in erster Linie selbst helfen zu können: Mikronährstoffe

          All das hat mir bei der Überwindung meiner Erkrankung extrem gute Dienste geleistet. Mit diesen "Boardmitteln" habe ich es letztlich auch gewagt, nach der OP die Chemotherapie zu verweigern und stattdessen intensivst mit mir selbst zu arbeiten. Nun, gute 6,5 Jahre später, würde ich sagen, dass dies eine meiner schwierigsten und gleichzeitig besten Entscheidungen meines Lebens war.

          Nach der OP begann ich auch, mich auf das Thema chronischer Stress und Entspannung zu fokussieren. Zum Einen, weil chronischer Stress mich in diese Erkrankung geführt hat, zum anderen, weil ich sehe und beobachte, dass dieses Thema immer mehr an Bedeutung gewinnt. Und weil es mich unglaublich fasziniert, was die Wissenschaft in den letzten Jahren in punkto Gehirn, Stressforschung und Nervensystem, Körperzellen, Darm- und Darmmikrobiom usw. so alles ans Licht bringt.

          Da ich auch emwave-Pro von heartmath seit einigen Jahren zu meinen Werkzeugen zähle, erklärt es sich wohl von selbst, warum ich nun letztlich hier bei der HRV-Messung gelandet bin :-) Was mich auch interessieren würde: Wie läuft das eigentlich als HRV-professional? Macht man da immer nur 24-Std-Messungen oder hat man auch die Möglichkeit zu Kurzzeitmessungen? Kann man auch als Privatperson, so wie ich jetzt angemeldet bin, Zugriff auf die medizinischen Auswertungen bekommen? Hintergrund meiner Frage ist: Ich wollte eigentlich mit ein paar meiner eingesetzten Methoden experimentieren und sehen, wie bzw. ob sich das in den HRV-Messungen auswirkt. Speziell bei einer Methode, die bei idealem Verlauf extrem hohe Gammawellen (Gehirn) erzeugt, vermute ich, dass sich das auch in untypischen, sehr hohen High Frequency Werten bei der HRV-Messung auswirken könnte. Insofern die zusätzliche Frage: Endet die Hz-Skala bei 0,45 oder ist diese in den med-Messungen noch erweiterbar?

          Nochmals vielen Dank für eure Antworten.

          Herzliche Grüße
          Marion

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            Gast kommentierte
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            P.S.: Ich muss mich gleich mal korrigieren. In meiner heutigen Messung hatte ich eine softere Variante der Meditationstechniken angewandt und diese parallel mit dem emwave gemessen. Leider ist bei diesen Pulsmessungen am Ohrläppchen ja die Abtastrate sehr niedrig (ich habe nur 2 Werte pro Sekunde), sodass die Aussage, die ich damit treffe, vermutlich recht ungenau ist. Es scheint sich weniger auf die HF auszuwirken, jedoch sehr stark auf die Varianz.
            Bsp. der IBI-Werte (Interbeat Intervall) von emwave:
            00:05:09 672
            00:05:10 736
            00:05:10 750
            00:05:11 807
            00:05:11 863
            00:05:12 1026
            00:05:12 1069
            00:05:13 920
            00:05:13 870
            00:05:14 877
            00:05:14 899

            00:09:50 842
            00:09:50 849
            00:09:51 1132
            00:09:51 899
            00:09:52 792
            00:09:52 870

            00:15:19 807
            00:15:20 814
            00:15:20 785
            00:15:21 991
            00:15:21 941
            00:15:22 1104
            00:15:22 962
            00:15:23 1062
            00:15:23 877

            Mir ist klar, dass Pulswelle + niedrige Abtastrate keine treffsichere Aussage zulassen. Doch irgendwas muss sich da wirklich "getan" haben, denn bei der Auswertung hier, tauchen während der Meditation relativ viele Artefakte auf. Könnte es möglicherweise sein, dass es sich in diesem speziellen Fall gar nicht um Artefakte, sondern um eine besondere Erscheinungsform dieser Meditationstechnik (einem Trance-Zustand ähnlich) handelt? Könnte das sein?

            Wie kann ich denn die heutige Messung in diese Unterhaltung einfügen?

        • #6
          Hallo Marion,
          vielen Dank für deine Offenheit. Deinen Inhalt werde ich als Beispiel für meine Klienten nehmen (natürlich anonym). Du bestätigst mir meine Zeilen: "Eigenes gesichertes Wissen." Klienten zu diesem Schritt zu bringen ist das Schwerste. Warst du selbst so stark und zielstrebig oder hattest du Hilfe. Wenn ja welche. Zu deiner Frage: Länge der Messungen. Ich selbst halte es als Coach auch so: Ich bin mein bester Versuch. Reihenfolge: Eine Messung macht noch keinen Sommer. Zwei Messungen im Abstand von 6 Monaten könnten als Richtungsstrahl gesehen werden. Allerdings mit großen Unsicherheiten der Startmessung (Evtl. davor nicht typische Aktivitäten). Drei Messungen in 12 Monaten zeigt schon eine Struktur. Aktivitäten Felder widerholen sich. Dann kommt das Arbeiten. Als von mir unbeeinflusst (Auswertung) benutze ich die 5 Minuten Messung science. Diese dient mir zur Kontrolle meiner eigenen Auswertungen mit der scane Messung. Hier habe ich für meinen Bereich eine Monatsrate/ Abo. Damit kann ich alle Klienten zusätzlich jederzeit ohne weiteren Kosten messen. Damit kann ich experimentieren. Zum Beispiel: Bestimmte Atmung bei einer bestimmten Aktivität. Das schöne daran ist, die Datensätze von 5 Minuten bis 24 h lassen sich nicht nur für den Moment ablesen (Was passierte in den 5 Minuten Kaffee trinken) sondern es werden auch die Auswirkungen nach längerer Zeit sichtbar. Nach längeren eigenen Versuchsreihen testen wir dann mit meinen engeren Leuten das gleiche Thema. Daraus ergeben sich erste Erkenntnisse. Etwa nach zwei, drei Jahren haben wir manifestierte Aussagen. Dazwischen kann man schön experimentieren. Zu den medizinischen Fragen sollten sich unsere Fachleute hier äußern.

          Neugierig hast du mich mit den Gamma Wellen (Gehirn) gemacht. Mein Schwerpunkt liegt in der Einbeziehung der Alpha Wellen als Glättung. Dazu würde ich mich freuen von dir noch weitere Hinweise Gehirnwellen und HRV hier zu finden.
          Freue mich für deine Ergebnisse

          Mit besten Grüßen
          achwilli

          Kommentar


          • #7
            Hallo Marion,

            poste einfach die neue Messung hier im Forum, schick mir dann an community@autonomhealth.com den Link des Beitrags und ich füge die Messung hier hinzu. Dann hast du alles auf einen Blick.
            Dann können wir uns auch ansehen, wann und wieso genau in den Bereichen, in denen du die Meditationstechniken angewandt hast, Artefakte zu finden sind. Vielleicht finden wir einen Hinweis oder bestätigen vielleicht sogar deine Hypothese bzgl. Tranceähnlicher Zustand? Ich bin gespannt


            Zitat von Gast Beitrag anzeigen

            Da ich auch emwave-Pro von heartmath seit einigen Jahren zu meinen Werkzeugen zähle, erklärt es sich wohl von selbst, warum ich nun letztlich hier bei der HRV-Messung gelandet bin :-) Was mich auch interessieren würde: Wie läuft das eigentlich als HRV-professional? Macht man da immer nur 24-Std-Messungen oder hat man auch die Möglichkeit zu Kurzzeitmessungen? Kann man auch als Privatperson, so wie ich jetzt angemeldet bin, Zugriff auf die medizinischen Auswertungen bekommen? Hintergrund meiner Frage ist: Ich wollte eigentlich mit ein paar meiner eingesetzten Methoden experimentieren und sehen, wie bzw. ob sich das in den HRV-Messungen auswirkt. Speziell bei einer Methode, die bei idealem Verlauf extrem hohe Gammawellen (Gehirn) erzeugt, vermute ich, dass sich das auch in untypischen, sehr hohen High Frequency Werten bei der HRV-Messung auswirken könnte. Insofern die zusätzliche Frage: Endet die Hz-Skala bei 0,45 oder ist diese in den med-Messungen noch erweiterbar?


            Als HRV-Professional steht es dir frei, ob du Kurzzeitmessungen (5-30 Minuten) oder Langzeitmessungen machst. Als Screening des Gesundheitszustands eignen sich Kurzzeitmessungen gut, wenn gewisse Standardbedingungen berücksichtigt werden. Mit den Langzeitmessungen kannst du dann allerdings besser herausfinden, warum und wieso die Kurzzeitmessung vielleicht so ein Ergebnis geliefert hat.

            Mit einem Privataccount hat man keinen Zugang zu den medizinischen Auswertungen. Den Zugang wollen wir, auch aufgrund der Expertise, unseren Professionals und Partnern vorbehalten, da die Auswertungen eine gewisse Schulung benötigen und auch kostenintensiver, und daher weniger für den täglichen Gebrauch, sind. Eine Möglichkeit wäre es vielleicht, dass du bei einer ausgewählten Messung mit den Methoden experimentierst und dich dann damit an einen Partner oder Professional für eine genaue Auswertung wendest? (nähere Informationen findest du hier: https://www.autonomhealth.com/blog/m...professionals/)
            Der Professional würde dir die medizinische Auswertung freischalten, deine Fragen erklären und du hättest die Auswertung anschließend auch in deinem Account zugänglich. Dann könntest du auch für dich entscheiden, ob du die ausführliche Auswertung für alle deine Messungen nutzen möchtest. Wenn ja, dann wende dich einfach mit einem Mail an uns und wir lassen dir alle nötigen Informationen zukommen. U.a. vielleicht auch die Möglichkeit, die Willi mit der Science Software angesprochen hat.
            Und auch noch zu deiner letzten Frage: Die Hz-Skala endet auch in der Medanalyse bei 0,45 Hz.

            Liebe Grüße,
            Patricia

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