Warum geht es dieser Patientin so schlecht?

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  • Warum geht es dieser Patientin so schlecht?

    Die Patientin hat Hashimoto, fühlt sich kaum noch in der Lage auf den Beinen zu bleiben, kämpft sich durch den Tag und wird aktuell 8-10x die Nacht vom neugeborenen geweckt. Ich war mir sicher sie ist im Burnout (jetzt 4 Kinder). Wieso sieht die Messung so gut aus?
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  • #2
    Sehr spannende Messung.
    Ging es deiner Klientin vor dem Baby schon genauso? Frag sie einmal, ob sie da auch unter der Erschöpfung gelitten hat.
    Möglicherweise ist die Erschöpfung durch die unruhige Nacht bedingt. Hier spielen aber die Hormone oft ganz gut mit, die das körperlich abpuffern. Und vielleicht sieht die Messung deshalb so gut aus?
    Hast du die Messung schon mit deiner Klientin besprochen? Was sagt sie denn dazu?

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    • #3
      Hallo Anonymous,

      deine Patient hat einen sehr ausgeprägten Vagus, der sie möglicherweise auch bremst. Das kann zu den Erschöpfungsgefühlen führen.
      Wichtig wären hier, wenn ab und zu kurze aktivierende Impulse gesetzt werden. Überwacht, wie sich ihre HRV und auch ihr Gefühl dadurch verändern.

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      • #4
        Hallo,

        tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte. Ich hatte wohl vergessen, das Posting unter meinem eigenen Usernamen zu machen und somit keine Erinnerung bekommen.

        Die Patientin fühlt sich schon seitdem sie ca. 20 ist so müde und abgeschlagen. Intensiver Sport scheitert schnell an Energiemangel, obwohl sie dabei so gut wie nie ins Schwitzen kommt. Den Tag bewältigt sie, indem sie "funktioniert". Ausruhen kann sie sich nicht, da sie erstens immer etwas zu tun hätte und zweitens dann befürchtet, nicht mehr in die Gänge zu kommen. Schlaf ist aktuell bei 6-10x durch das Baby geweckt werden Mangelware, aber es geht ihr auch nicht viel schlechter als vor diesem Baby - sie ist nun einfach noch müder als sonst. Dauerlauf oder mit den Kindern fangen spielen jedoch ist kein Problem. Sie gibt an, dass sie außer Rückbildungsgymnastik seitdem sie Kinder hat keinen Sport macht und keine körperlich anstrengenden Aktivitäten wahrnimmt. Ich werde ihr mal kurze intensive Körperanstrengungen im Sinne von kleinen Tabatas oder HIIT vorschlagen!

        Woran erkennt man denn den starken Sympathikus? Ich habe nämlich mehrerer solcher Patienten...

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        • #5
          Hallo humani1,

          Vagus = Parasympathikus.
          Falls du das HRV-Praxislehrbuch oder die E-Learning Videos hast, kannst du dir den Bereich zur HF durchlesen. Da steht viel drin.
          Der HF-Bereich (High-Frequency Bereich) ist um 0,15 bis 0,4 Hz sichtbar und lediglich vom Vagus beeinflusst. Sieh dir diesen Bereich im Spektrogramm an. Sie flammt fast durchgehend bis 0,35 Hz hoch, gelegentlich sogar bis 0,4 Hz, daran erkennt man, dass der Vagus sehr ausgeprägt ist.

          kurze Anstrengungen wie HIIT oder Tabata sind sicher keine schlechte Idee. Lass deine Klientin einige Zeit trainieren und überprüfe dann nach einigen Wochen, ob sich etwas verändert hat. Nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv

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