Effekte von reduzierter Atmung während der Meditation

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    Sehr gute Werte bei reduzierter Atmung und/oder Pranayama-Übungen während einer Meditations-Session; in der Vergangenheit mit normaler Meditation (ohne reduzierte Atmung oder Pranayama) waren die Werte immer nur im mittleren Bereich (immer sitzend); seit ich meine Atmung trainiere, hat sich zudem meine mentale Performance verbessert, die jedoch nach wie vor nur im mittleren Bereich liegt, oft auch im Bereich "Erschöpfung", obwohl alle anderen Werte (Biologisches Alter, Stressresistenz etc.) äusserst gut sind. Evtl. Zusammenhang mit so genanntem CP-Wert (Controlled Pause) aus der Buteyko-Methode, der den allgemeinen Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit anzeigt.
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  • #2
    Hallo Anonymous,

    Veränderung braucht manchmal etwas Zeit, gib also der Verbesserung deiner mentalen Performance noch einmal eine Chance Schön zu sehen, dass bei einer gewissen Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen so viel innerhalb der HRV verbessert hat. Von welchem Zeitraum der Veränderung sprichst du hier und wie oft trainierst du deine Atmung?

    lg Lisa

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      Gast kommentierte
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      Hallo Lisa, ich spreche hier von ca. 3 Wochen, wobei ich bereits seit eineinhalb Jahren mit der Atmung experimentiere und seit rund einem Jahr HRV-Messungen durchführe (immer mal wieder für mehrere Tage am Stück). Tatsächlich braucht es sehr viel Zeit und Geduld, doch gleichzeitig ist es auch nicht einfach, die Werte - in diesem Fall die mentale Performance - zu verbessern, da ich die beeinflussenden Faktoren noch nicht herausgefunden habe. Evtl. liegt es bspw. am Schlafmangel oder an zu viel Anspannung (falsche Gewohnheiten) während geistiger Tätigkeit. In den Auswertungen steht so auch "Sie atmen nicht frei". Abgesehen davon kann ich mich aber nun wirklich nicht "beschweren", denn offenbar ist meine Gesundheit ausgezeichnet. Und doch bin ich oftmals mit meinem allgemeinen Gesundheitszustand nicht zufrieden und habe den Eindruck, dass er noch viel besser sein könnte - möglicherweise eine Folge des Selbstoptimierungswahns (der aber gleichzeitig und mehrheitlich sehr viel Gutes bringt)?

  • #3
    Hallo,

    die Messung schaut ja sehr gut aus. Es gibt nicht allzu viele Gründe zu jammern... Wenn ich richtig recherchiert hab, dann geht es um die Verlängerung des Atemrhythmus', stimmt das so? Meinst Du das unter „reduzierter Atmung“? Bei der Morgenmeditation sieht man eine glatte Vervierfachung der ursprünglichen Detektion auf 0,12 Hz, d. h. einem Atemrhythmus von 8 Sekunden. Sie wird aufgrund ihrer Langsamkeit der LF zugerechnet und ist deshalb nicht in der HF drin, ebenso wie Teile bei der Abendmeditation. Anyway. Die Meditationen zeigen einen tollen Regenerationseffekt, d. h. HF steigt und LF bzw. VLF und Herzrate sinken deutlich, verschwinden aber nicht! (auch wenn das in den Daten vielleicht nicht ganz so gut ablesbar ist, weil Du eben langsam atmest). Dass die Auswertung ergibt, dass "du nicht frei atmest" ist nachvollziehbar, wenn Du den Atem in ein eher unnatürliches Rhythmuskorsett zwingst.

    Die Frage ist halt auch immer: Warum meditiere ich? Was soll sie bezwecken? Möchte ich durch eine Konzentration auf die Atmung den Vagus tonisieren und kräftigen, um z. B. besser zu schlafen? Oder möchte ich, im Sinn von Yuval Harari's letztem Kapitel in „21 Lektionen“, Einblicke in die Wahrnehmung meines Körpers und Herr über meinen Geist (i. S. v. Achtsamkeit) sein? Auf S. 407 schreibt er, was ihm sein „Meister“ anfangs gesagt hat: „Tue nichts, versuche nicht, den Atem zu kontrollieren oder auf eine besondere Weise zu atmen. Nimm einfach nur die Wirklichkeit des gegenwärtigen Augenblicks wahr, wie auch immer er ein mag. Wenn der Atem einströmt, bist du dir einfach nur bewusst – jetzt strömt der Atem herein. Wenn der Atem hinausfließt, bist dudir einfach nur bewusst – jetzt fießt der Atem hinaus. Und wenn du die Konzentration verliertst und dein Geist damit beginnt, zu Erinnerungen und Fantasien abzuschweifen, bist du dir einfach bewusst – jetzt schweift mein Geist vom Atem ab.“ Das war das Wichtigste, was jemals irgendjemand zu mir gesagt hat.

    Also Meditation als unmittelbare Geistesbeobachtung, um Grundmuster des Geistes zu erkennen.

    LG, Erich

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      Gast kommentierte
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      Hallo Erich,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, in der Tat gibt es wohl nichts zu jammern bei meinen Messungen ;-). Und ja, es geht um eine Verlängerung bzw. Verlangsamung der Atmung und darum, mit weniger Atemzügen pro Minuten und einer "flacheren" Atmung klarzukommen. Es geht darum, die Tendenz, schneller zu atmen und mehr Energie beim atmen zu verbrauchen, sowie den dadurch entstehenden Effekt, weniger Sauerstoff im Körper zu haben, abzuschwächen. Überatmung und Hyperventilation führen nämlich zu einer Verengung der Blutgefässe sowie zu einem niedrigeren Spiegel an CO2 im Körper und damit zur Verhinderung des Bohr-Effekts. Das bedeutet, dass die roten Blutkörperchen den Sauerstoff nicht in das Gewebe und die Organe abgeben. Nachulesen ist dieser Effekt bspw. im Buch von Patrick McKeown: "Erfolgsfaktor Sauerstoff". Oder einfach mal nach Buteyko googeln.

      Was hat das nun mit der HRV zu tun? Ich denke, dass ein Zusammenhang zwischen der Fähigkeit, die Luft nach dem Ausatmen anzuhalten, und der HRV existiert. Je länger jemand nach dem Ausatmen die Luft anhalten kann, desto besser die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Zur so genannten CP (Controlle Pause) oder zum BOLT-Wert findet man im Internet auch die entsprechenden Beschreibungen. Durch das Atemtraining verbessert sich dieser Wert und damit das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Meine HRV-Messungen und die Messung der CP-Werte haben bisher gut übereingestimmt.

      Beste Grüsse
      Pascal
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