Diese Messung entspricht dem Zustand des Klienten. Es geht ihm seit 7 Jahren kontinuierlich schlechter. Er war bereits in 3 Rehas, nimmt die maximale Dosis des Antidepressivas Venlafaxin, Blutdruckmittel Ramipril und Xipamid. Er leidet unter einer Schlafapnoe und schläft nur mit Sauerstoffmaske. Er berichtet von Angst/Panikattacken ohne Anhaltspunkte die ihn ausknocken, Zittern, Nervosität und dem Gefühl die Kontrolle über alles verloren zu haben. Bislang wurden nur seine Symptome behandelt, jetzt ist mit Hilfe einer Psychotherapeutin ein neuer Versuch, den Ursachen (Trauma?) auf den Grund zu kommen. Was kann ich ihm aufgrund der Messung mit an die Hand geben ohne ihn zu überfordern? Ich würde mich über Hilfestellungen für die Beratungspunkte freuen. Vielleicht sind manche Symptome aus Ausfluss aus den eingenommenen Medikamenten? Er berichtet von starker Abhängigkeit bei Venlafaxin
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Kritische Messung
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Gast
Hallo Carmen,
Erschrecklich so eine Messung von einen jungen Mann zusehen.
Man sieht das es ihm nicht gut geht.
Ohne Ihn zu kennen ist es schwierig für mich Empfehlungen ab zu geben, woran er sicher arbeiten kann ist der Schlaf.
5h bei so einen Gesundheitszustand wird zu wenig sein.
Wahrscheinlich schläft er auch schlecht und nicht lange, aber ich würde hier ansetzen und versuchen das er mehr Schläft und auch regelmässig.
Bsp.: jeden Tag um 22:30 ins Bett zu gehen.
Ich hoffe er findet einen Weg damit es wieder Berg auf geht.
LG
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#2.1Gast kommentierteIn den letzten 3 WochenKommentar bearbeitenJa das stimmt, das Problem ist, dass er oft Alpträume hat bzw völlig wirre Träume. Aber ich habe jetzt nachgelesen, das ist eine oft vorkommende Nebenwirkung seines Antidepressiva, er zeigt da noch ein paar mehr Nebenwirkungen die ihn beeinrächtigen und vielleicht wäre hier schon ein Ansatzpunkt dies mit seinem Psychiater mal durchzusprechen.
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Nimmt er das ssrni
svhon länger ein oder erst kürzlich diese Dosis, hochdosierungen können in den ersten Wochen zu Nebenwirkungen führen die nach der Zeit weniger werden. Der Puls ist hoch, er sitzt quasi im Bett die wenige Zeit wo er versucht zu schlafen
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Hallo Carmen,
Auf jeden fall finde ich es wichtig, dass dieser junge Herr in Behandlung bei einer Psychotherapeutin ist und dass er sich mit den Ursachen seiner Symptome auseinandersetzt, die offensichtlich zu einer chronischen Stressbelastung führen. Hier ein paar Anhaltspunkte, die ich in der Messung sehe:
Die aktuelle Herzratenvariabilität weist auf einen erhöhten chronischen Stresszustand mit einer deutlichen Überforderung des autonomen Nervensystems hin. Die geringe Burnout-Resistenz und das stark erhöhte biologische Alter von 69 Jahren(bei einem realen Alter von 44 Jahren) deuten auf eine chronische sympathikotone Übersteuerung und mangelnde Erholungsfähigkeit hin. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Balance zwischen Aktivierung und Regeneration wiederherzustellen.
Die Messergebnisse zeigen, dass der Klient aktuell besonders von einer Stärkung der Regeneration und einer Verbesserung des Schlafs profitieren würde. Dies könnte durch gezielte parasympathische Aktivierung (z.B. durch Atemtraining, progressive Muskelentspannung) erreicht werden. Ich sehe folgende Chancen in der aktuellen Situation deines Klienten:
1. Regelmässige Psychotherapie um das Verständnis für die Ursachen zu stärken
2. Verbesserung des Schlafs durch Schlafhygiene
3. Stärkung der vagalen Aktivität durch gezielte Entspannungsübungen
4. Anpassung der körperlichen Belastung an die Erholungsfähigkeit
Ich hoffe, dass hilft dir ein wenig weiter.
Viel Erfolg bei der Genesung.
Liebe Grüsse
Remo
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Liebe Carmen,
ich kann mich nur Remo anschließen - ich würde auch am Schlaf - und der Aktivierung des Vagus arbeiten. Zu den Atemübungen wäre auch noch die Akupressur Matte eine Möglichkeit, ich habe da sehr gute Erfahrungen damit - auch bei Ein- und Durchschlafstörungen.
Auch bei sehr schlechten Messungen lässt sich eine Aktivierung des Vagus durch die Matte erreichen.
Toi Toi Toi und alles Gute!
lg Martina
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