Warum sieht meine Messung so aus?

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    Was ist grundsätzlich zu sehen (Energieniveau, Stresslevel, einzelne Tätigkeiten gut oder schlecht, wie wäre ein Optimum)
    Vielen Dank
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  • #2
    Hallo Anonymous!
    as ist ein spannendes Bild, das du hier teilst. Auf den ersten Blick wirkt die Messung stabil, da die Regenerationsfähigkeit (die Fähigkeit des Körpers, nachts in den Parasympathikus zu schalten bzw auch in der Regenerationsphase am Tag) gut ausgeprägt ist. Dennoch gibt es wichtige Details in den Frequenzbereichen:

    1. LF (Low Frequency) am Vortag reduziert

    2. VLF (Very Low Frequency) könnte etwas besser ausgeprägt sein VLF ist dein „energetisches Langzeitdepot“. Es spiegelt hormonelle Prozesse (z. B. Cortisol, Schilddrüse), den Stoffwechsel und die Thermoregulation wider. Ein niedriges VLF deutet oft darauf hin, dass deine Basisreserven angegriffen sind. Man läuft sprichwörtlich „auf Reserve“.

    3. Nacht gleicht Tag aus Es ist ein sehr positives Zeichen, dass deine Nacht den Tag noch gut ausgleichen kann. Das zeigen die tollen Frequenzbereiche am zweiten Tag.

    Fragen zur Selbsteinschätzung:
    • Fühlst du dich morgens wirklich „bäumenausreißend“ fit oder eher nur „okay für den Tag“?
    • Gab es in letzter Zeit Veränderungen bei der Ernährung, Infekte oder chronischen Stress, der schon länger im Hintergrund mitläuft?
    • Was sind die Gründe für deine Messung, darauf könnte man dann besser eingehen

    Mein Tipp: Nutze die gute Regenerationsfähigkeit jetzt, um die Last am Tag bewusst zu senken, bevor auch die Nachtwerte nachgeben. So gibst du dem VLF-Bereich die Chance, sich wieder aufzubauen.

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    • #3
      Hallo,

      danke für das Teilen der Messung. Auch mir fällt der deutliche Unterschied zwischen ersten und zweiten Tag auf. War da in den ersten Stunden vor Messbeginn, oder am Tag zuvor schon viel Belastung, oder eine etwas kurze Nacht? Vielleicht waren die Aktivitäten an dem Morgen/Vormittag/Vortag auch ein wenig zu einseitig (zB nur körperlich)?

      Positiv fällt mir auch, dass die Herzfrequenz nach körperlicher Belastung recht schnell wieder abfällt.

      Was Du bereits sehr gut machst sind die regelmäßigen Ruhephasen. Du solltest dies beibehalten. Was ich interessant finden würde, wäre wie Du diese Ruhephasen genau gestaltest? Gerade die zweite Ruhephase um ca. 15:00 Uhr macht mich neugierig: Hast Du da mit einer Form von Atemtraining, oder eine Meditationsübung gemacht, welche auch eine gewisse Konzentration fordert? Da würde ich mich über eine Antwort freuen.

      Eine Kleinigkeit noch: Es mag ein Zufall sein, oder völlig andere Gründe haben, aber die das schöne Lebensfeuer am zweiten Tag der Messung geht auch immer mit dem Kommentar "zu zweit" einher. Wer auch immer die zweite Person ist, scheint dem Lebensfeuer zumindest einmal nicht zu schaden ;-).

      Ich schließe mich dem obigen Kommentar auch hinsichtlich der Fragen an, möchte aber auch gleichzeitig betonen, dass das in Wirklichkeit ein schönes Messergebnis mit viel Potential ist. Ich glaube, dass Du schon viel richtig machst.

      Kommentar


      • #4
        Danke für die Beurteilungen. Ich möchte gern etwas näher darauf eingehen. Grund meiner Messung ist meine Long COVID Erkrankung seit 2021. Ich fühle mich nach wie vor im Alltag stark eingeschränkt, kraftlos, geistig benebelt und erschöpft. Ich komme nur mit sehr viel Ruhe, Entspannung, strikter Planung meiner Aktivitäten über den Tag. Starke Schmerzen begleiten mich ständig. Nachts schlafe ich gefühlt sehr unruhig, ich bin morgens nicht ausgeruht. Vor Beginn der Messung lag das Wochenende, für mich durch die Anforderungen im Familienalltag besonders stressig, hier muss ich mich mehr funktionieren. Für mich auf jeden Fall eine starke Belastung.
        Zur zweiten Ruhepause gegen 15:00: hier habe ich mich in der Sonne mit Handpanmusik aktiv entspannt. Dabei bin ich kurz eingeschlafen. Die Erholung danach habe ich auch gespürt.
        Zur Messung am zweiten Tag: es stand ein entspannter Ausflug mit meinem Partner in der Natur an, ohne Zeitstress und persönliche Anforderungen an Konzentration und Ausdauer, wir saßen nur still auf einer Bank im Grünen und hörten die Vögel zwitschern
        Widersprüchlich finde ich die Analyse, dass die Werte wie z. B. Gesundheitszustand, Leistungspotential, Regeneration, mentale und körperliche Performance so gut ausfallen, ich mich aber gar nicht so fühle. Die zeitnahen App- Anzeigen kommen dann schon eher hin, wenn sie mich darauf hinweist, dass ich bereits nach sehr kurzer Zeit manueller und geistiger Tätigkeit oder bei Gesprächen erschöpft und angespannt bin, selbst in Pausen und im Schlaf nicht regeneriere oder entspanne, das Essen mich belastet. Interpretiere ich das falsch?

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        • #5
          Wo finde ich die HRV-Vaguswerte? Wo sind sie in der Messung ersichtlich?

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          • #6
            Hi,
            ich war so frei und habe Deine Nachricht kopiert und meine Kommentare eingebaut. Wie immer: Meine Worte sind in Unkenntnis der Gesamtsituation als vorsichtige Anregungen gemeint. Auch eine HRV-Messung ist nur ein Teilbild der Realität.

            Danke für die Beurteilungen. Ich möchte gern etwas näher darauf eingehen. Grund meiner Messung ist meine Long COVID Erkrankung seit 2021. Ich fühle mich nach wie vor im Alltag stark eingeschränkt, kraftlos, geistig benebelt und erschöpft. Ich komme nur mit sehr viel Ruhe, Entspannung, strikter Planung meiner Aktivitäten über den Tag. Starke Schmerzen begleiten mich ständig. Nachts schlafe ich gefühlt sehr unruhig, ich bin morgens nicht ausgeruht.

            Long/Post-Covid stellt für die Betroffenen eine riesige Herausforderung dar. Die von dir geschilderten Symptome werden oft im Rahmen von Post-Covid genannt. Punkto Behandlung/Beratung stehen wir bei diesem Phänomen noch ziemlich am Anfang und Du machst schon einige Dinge, die üblicherweise empfohlen werden. Wahrscheinlich sieht Dein Lebensfeuer, bzw. Deine Messwerte auch deswegen eigentlich recht gut aus. Aber alles ist relativ: Ich nehme jetzt einfach mal vorsichtig an, dass Du Dich vor 2021 als immer sehr leistungsfähig, widerstandsfähig wahrgenommen hast und auch sehr aktiv warst, richtig??
            Zum Schlaf: es gibt da vereinzelt Hinweise auf Schnarchen. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass es sich dabei um eine relevante Sache handelt, aber bekommst Du da irgendwelche Rückmeldungen von deinem Partner? Wahrscheinlich handelt es sich nur um eine stark verlangsamte Atmung, die vom Programm fehlinterpretiert wird. Auffallen würde mir noch, dass die Herzfrequenz in den ersten Nachtstunden noch leicht höher ist als in der 2ten Nachthälfte. Vielleicht ist dein System noch mit dem Verarbeiten des Tages beschäftigt.
            Du könntest einmal zum Vergleich folgendes probieren: Lass in den letzten 2-3 Stunden vor dem Bett jeglichen Bildschirm weg, genieße vielleicht ein wenig Zweisamkeit, oder Ruhe alleine mit Musik, oder einer anspruchslosen Lektüre. Nimm dir am Beginn dieser Ruhephase auch Zeit den Tag ein wenig Revue passieren zu lassen und durchzugehen, was am nächsten Tag ansteht. Die genauen Inhalte der Ruhephase sind gar nicht so wichtig. Es geht einfach darum den Input ein wenig zu reduzieren, ein sich wiederholendes Ruheritual einzuführen und es so dem Nervensystem leichter zu machen, in den Ruhemodus überzugehen.

            Vor Beginn der Messung lag das Wochenende, für mich durch die Anforderungen im Familienalltag besonders stressig, hier muss ich mich mehr funktionieren. Für mich auf jeden Fall eine starke Belastung.

            Ich kenne Deine familiäre Situation nicht, habe also keine Ahnung mit welchen Herausforderungen Du da konfrontiert bist. Es kann gut sein, dass Du da im Moment nicht viel ändern/abgeben kannst. Allerdings halte ich es für einen wichtigen Teil der Selbstfürsorge (gerade bei Post-Covid) regelmäßig genau hinzusehen, was wirklich sein muss, und wo es vielleicht doch Spielraum für Veränderung/Stressreduktion geben könnte. Ich sage das mit aller Vorsicht und in dem Bewusstsein, dass solche Dinge immer leichter gesagt, als getan sind.

            Zur zweiten Ruhepause gegen 15:00: hier habe ich mich in der Sonne mit Handpanmusik aktiv entspannt. Dabei bin ich kurz eingeschlafen. Die Erholung danach habe ich auch gespürt.

            Manche Menschen sprechen sehr stark auf Musik. Vielleicht könnte man diese Musik am Abend, vor dem zu Bett gehen auch einbauen.

            Zur Messung am zweiten Tag: es stand ein entspannter Ausflug mit meinem Partner in der Natur an, ohne Zeitstress und persönliche Anforderungen an Konzentration und Ausdauer, wir saßen nur still auf einer Bank im Grünen und hörten die Vögel zwitschern.

            Wunderbar. Genau solche Aktivitäten/Phasen fehlen vielen Menschen heutzutage. Großartig, dass Du Dir dafür Zeit nimmst. Gerne mehr davon!

            Widersprüchlich finde ich die Analyse, dass die Werte wie z. B. Gesundheitszustand, Leistungspotential, Regeneration, mentale und körperliche Performance so gut ausfallen, ich mich aber gar nicht so fühle. Die zeitnahen App- Anzeigen kommen dann schon eher hin, wenn sie mich darauf hinweist, dass ich bereits nach sehr kurzer Zeit manueller und geistiger Tätigkeit oder bei Gesprächen erschöpft und angespannt bin, selbst in Pausen und im Schlaf nicht regeneriere oder entspanne, das Essen mich belastet. Interpretiere ich das falsch?

            Wenn man sich nur die Zahlen ansieht (und auch weite Teile des Lebensfeuers) schaut die Sache auch wirklich gut aus. Da ich wenig Erfahrung mit der App habe, traue ich mich über die Diskrepanz nicht viel sagen. Eine Vermutung: man kann im Mittel gute Gesamtwerte über 24 h haben und gleichzeitig trotzdem starke Schwankungen erleben. Allerdings wäre es hier super, wenn jemand von Autonom Health hier dazu kommentieren könnte. Würde mich nämlich auch interessieren.

            Zum Vagus: In den von dir vorliegenden Daten sehe ich den Vagus am einfachsten im Lebensfeuer. Vorrangig im Schlaf (kleine Wölkchen zwischen 0,2 und 0,25). Auch das Hochflammen (über 0,15) um 8 und 10 Uhr weißt auf Vagusaktivierung, bzw. auf ein Zusammenwirken von Vagus und Sympathikus hin. Die große blaue Wolke während der Entspannungsphase um 15:30 liegt zwar tiefer als die anderen. Ich glaube aber trotzdem, dass das der Vagus ist und dies durch eine besonders langsame Atemfrequenz verursacht ist.

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            • #7
              Danke Andreas für das Feedback. In meinen Alltag kann ich schon viele positive Erfahrungen der letzen Jahre einfließen lassen. Ja vor meiner Erkrankung war ich beruflich sehr eingespannt, privat mit einer Familie und kleinen Kindern, Pflege zweier Angehöriger zu Hause und außerhalb, Hausbau sowie Engagement in verschiedenen Vereinen. In der Freizeit war ich sportlich bei Leichtathletik und Läufen aktiv bis zum erfolgreichen Ablegen des Sportabzeichens. Nicht mehr vergleichbar mit heute. Da bin ich schon oft erschöpft, wenn ich mich nur um meine Körperpflege kümmern muss. Ich kann nur noch einen kleinen Bruchteil im Haushalt erledigen, meine Familie muss da viel übernehmen. Eine enorme Anstrengung am Wochenende ist dann schon, wenn ich mich nur 10 Minuten mit der Familie unterhalte. Im Vergleich zum normalen Leben kann ich nicht mehr mithalten. Meist bin ich für mich allein, brauche Ruhe. In der Zeit zwischen 8 und 10 Uhr lege ich mich meist noch einmal mit Kopfhörern und Augenmaske hin, dann bin ich allein, mich stören keine Geräusche von Türen, Geschirr, Radio, Stimmen anderer Personen. Beim Schlafen schnarche ich lt. Meinem Partner oft mit Atemaussetzern.

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