Leistungsfähigkeit?

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    Hallo erstmal - Ich bin neu hier, und habe das 1. Seminar absolviert. Nun versuche ich bei dieser Messung herauszufinden, warum die Flammen nicht dichter sind. Die Messung ist sehr gut. Die Leistungsfähigkeit laut Analyse im guten Bereich. Aber das sieht schon nach vielen erschöpften Phasen aus oder täusche ich mich da?
    Danke schon mal,
    Daniela
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  • #2
    Hallo Daniela,

    gratuliere zur ersten Messung, sieht ja pikobello aus! Zuerst einmal sind die 48 unterschiedlichen Aktivitäten neuer Tiroler Weltrekord! Da hat es entweder jemand von sich aus sehr, sehr genau genommen, oder Du hast ihr vorher die Protokolliergenauigkeit mit erhobenem Zeigefinger eingeimpft… das wäre gelungen!

    Was auf den ersten Blick auffällt, ist die enorm dichte Detektion in der HF, d. h. eine starke RSA. Das deutet unmissverständlich auf einen grundsätzlich vagotonen, erholungsbereiten Menschen hin, der bereits beim Gedanken an Erholung tief durchatmet. Die Daten bestätigen das: 31,57% in der HF und 20,37% pNN50 über die ganze Messung sind wahrlich hoch. Diese Tatsache ist schon einmal ein Hauptgrund für das niedrige Biologische Alter, denn ein starker Vagus wird zu Recht hoch bewertet, weil er einfach verdammt wichtig ist. Gas geben können wir ja alle gut, aber die Bremse finden ist heut die große Kunst.

    Was bei ihr trotz starkem Vagus aber zusätzlich auffällig, ist das relativ hohe Niveau der Herzrate. 103.000 Herzschläge ohne nennenswerten Sport ist nicht wirklich bedenklich, aber bei so hohen Vaguswerten würde ich mehr Ökonomie, d. h. ein niedrigeres Niveau, erwarten. Das wird auch durch die Pulsstatistik bestätigt. In der Aktivität „Gehen/Radfahren/manuelle Arbeit“ hat sie tatsächlich nur 6,55% verbracht, ihr Puls ist aber 38,78% auf diesem Niveau, und Schlaf ist 34,84% protokolliert, aber nur 18,97% tatsächlich. War das eigentlich ein „normaler“ Tag für sie? Vorsichtig ausgedrückt würde ich ihn als „umtriebig“ bezeichnen, etwas direkter als „hektisch und stressig“. In den 16,5 Stunden Wachzeit abgezählte 47 Aktivitäten unterzubringen, sagt auch was aus… Oder sieht sie ihren Alltag als Trainingslager für ADHS?

    Darin liegt sicher auch ein Ansatzpunkt fürs Coaching: lassen sich die Aktivitäten nicht etwas raffen, um der (mutmaßlichen) Hektik zu entkommen, um noch ein wenig fokussierter zu sein? Bei so viel geistiger Aktivität (PC, Kommunikation, Auto lenken, …) sind 23,32% in der LF har nicht so viel. Am PC sitzt sie vormittags gerne, da hat sie sicher eine hohe TP. (Lässt sie sich beim Mittagessen gerne durch ein berufliches Telefonat unterbrechen?) Ihr würde z. B. Progressive Muskelentspannung gut tun, weil sie atmen kann und körperliche Substanz hat, wenn auch nicht im Überfluss. Auch die körperliche Fitness wäre ein lohnendes Thema für sie.

    „Viele erschöpfte Phasen“, wie Du schreibst, sind nicht zu erkennen, aber da hilft ein Blick in die Med-Analyse. Wenn v.a. bei geistigen Aktivitäten die TotalPower und pNN stark abfallen, heißt es genauer hinsehen. Beim Entspannen müsste bei Erschöpfung die TP wegbrechen, pNN zurückgehen und die Herzrate bleibt in etwa gleich oder steigt gar an. Die Erholungsphase um 14 Uhr braucht sie aber schon wie einen Bissen Brot, da ist die TP sicher unter dem Tagesschnitt und VLF und LF auch sehr deutlich drunter.

    Rein blicktechnisch sieht man, dass sie ein Morgenmensch ist, weil vormittags über lange Zeit die „hochflammenden“ Phasen überwiegen, während es nachtmittags zu (nicht erschöpfenden) Lücken kommt. D. h. beruflich wichtige Dinge gelingen vormittags tendenziell besser als nachmittags.

    Was ist das um 16 Uhr an manueller Arbeit, dass die HR gleich auf 160 hochschnellt? Wie steht es um ihre körperliche Fitness? Potenzial (VLF) hat sie ja, aber pflegt sie das auch im Sinn einer Actio-Reacio? (Mit Bewegung Puls rauf, mit Entspannung Puls runter.) Im Coaching kannst Du darauf achten, dass Du ihr den Sinn Deiner Maßnahmen gut vermittelst, und besonders Ziele mit ihr vereinbarst. Der Weg dahin ist ihr tendenziell nicht so wichtig. Als sensibler und kreativer Mensch hilft ihr für die Maßnahmen, die ihr vereinbart, auch ein gutes, wohlwollendes Umfeld und eine feine Atmosphäre. Noch was: Das Über-Ich ist in Alkohol löslich! (Meint, HF-Meister sind tendenziell suchtgefährdet.)

    Bei Deinem Coaching kannst Du den angebotenen Analysen voll vertrauen und Dich daran entlang coachen. Andere Dimensionen der Messung kommen in anderen Modulen und mit der Erfahrung. Und fürs nächste Mal: wenn der Schlaf in der Mitte der Messung ist, d. h. die Messung von ungefähr mittags bis mittags geht, dann sieht man auch, ob der Schlaf tatsächlich erholsam ist. (Ist bei ihr aber unerheblich.)

    Mit lieben Grüßen aus Ibk, Erich

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    • #3
      Lieber Erich! Vielen Dank für diese ausführliche und informative Antwort. Ich bin begeistert, was du aus der Messung herausliest und wie du das machst. Was du hier erwähnst, macht Sinn - ich werde das alles beim Coaching berücksichtigen! Lieber Erich - im November schaff ich es nicht, das nächste Seminar zu besuchen, aber im Frühjahr sehen wir uns bestimmt. Ich freue mich, von dir zu lernen! Ganz liebe Grüße Daniela

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      • #4
        Hallo Daniela,

        freut mich, wenn Du mit meinen Gedanken zu Deiner Messung was anfangen kannst. Ich muss nur Dein Lob etwas abschwächen...: das Tolle daran ist ja, dass das Meiste daran Mustererkennung ist, und das kann jeder/jede lernen. Es braucht halt ein wenig Zeit und Geduld und - natürlich - etwas Beschäftigung mit der Materie. Aber wer seine 7 Zwetschken halbwegs beisammen hat, kann das lernen. Punkt.

        Dir eine gute Zeit und viel Erfolg beim Coaching, Erich

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