Was ist bei der Messung am auffälligsten?

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    Was kann der Patientin empfohlen werden? Worauf sollte sie vor allem Wert legen und an erster Stelle Veränderungen vornehmen?
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  • #2
    Hallo,

    wenn eine Person 42 Jahre alt ist und ein BA von 60 hat, dann besteht tatsächlich ein gewisser Handlungsbedarf… Was auf den ersten Blick ins Spektrogramm natürlich sofort ins Auge springt ist die VLF-Dominanz, während im Rest des Bildes abgesehen von einer markanten 1. Tiefschlafphase die Grautöne dominieren. Sowohl in absoluten Zahlen als auch relativ spiegelt das auch die Frequenzverteilung eindeutig. So ein Bild entsteht nicht von heut auf morgen, es geht also nicht um etwas Akutes, aus der momentanen Lebens- und Arbeitssituation heraus Entstandenes, sondern etwas Chronisches, an dem die Frau schon eine Zeit lang „leidet“: die allgemeine Vitalität ist reduziert, sowohl das Leistungs- als auch das Erholungspotenzial sind deutlich reduziert, die HR ist Tag und Nacht praktisch gleich hoch (keine Dynamik A), hohes Burnoutrisiko, niedriger GVI. In Summe ein Paradebeispiel für „chronischen Stress“. (In Alfreds neuem Buch kann man dazu auf S. 188 lesen: „Eingeschränkte Ökonomie und reduziertes Leistungsvermögen bei noch erhaltener Dynamik [B] und Substanz“)

    Auch an der Pulsstatistik lässt sich dieses Muster unzweifelhaft belegen. Die zirkadiane Rhythmik und hat sich umgedreht (Alle entscheidenden Schlafparameter sind niedriger als tagsüber.) Eine Thermoregulation, die diesen Namen auch verdient, findet nachts nicht statt, d. h. es gibt kaum nennenswerte Reparaturvorgänge. Der Schlaf ist noch dazu viel zu kurz, um regenerativ zu wirken. Diese Dame wird tagsüber kranker und nachts nicht gesünder…

    Die bei der Arbeit relativ niedrige HR ist nicht nur der sitzenden Tätigkeit geschuldet, sondern auch ihrer noch immer recht guten körperlichen Konstitution. Das ist ihre große Stärke, mit der sie sich über Wasser hält. Von dieser Substanz zehrt sie den ganzen Tag. Isst sie eigentlich mittags nichts? Wenn das Aktivitätsprotokoll stimmt, dann arbeitet sie vormittags 5 ½ und nachmittags 5 Stunden durch, im wahrsten Sinn „pausenlos“. Wie geht das? Arbeitet sie immer bis 20 Uhr? Eigentlich sitzt sie den ganzen Tag „toxisch“ herum und lebt ihre körperlich immer noch passable Konstitution nicht aus. Da würde sicher ein Ansatz und Schlüssel zu mehr Vitalität liegen.
    Am dramatischsten lässt sich ihr ihr Zustand meines Erachtens mit der Aktivität „Entspannen“ zwischen 22 und 24 Uhr dokumentieren: das ist wohl Erschöpfung in ihrer reinsten Form. Zu zweit! Wie hat sie das selbst empfunden?

    Der Impuls „Regeneration“ drückt wahrscheinlich das wahre Ausmaß an Veränderungsbereitschaft, das nötig ist, um die Burnoutkurve noch zu kratzen, gar nicht richtig aus… Burnout steht zwar nicht schon vor der Tür, aber am Horizont sind die Umrisse schon erkennbar. Es wird mit ein wenig homöopathischem Drehen an der Lebensstilschraube also eher nicht getan sein. Ohne zu wissen, in welchem beruflichen Umfeld sie tätig ist und welche Möglichkeiten an grundsätzlichen Veränderungen es gibt: es heißt Handeln.

    Als starke VLFlerin braucht sie dringend Ziele im Coaching, dann beschreitet sie auch einen Weg. Hat sie zu ihrer Arbeitswelt eine Gegenwelt? Geht sie z. B. mal tanzen, um sich einen sinnlichen Impuls zu gönnen und auszuleben? Alles, wo die Atmung eine entscheidende Rolle spielt (Yoga, TaiChi, Qigong, PMR,…), wird ihr gut tun und sie vital stärken. Die Tonisierung des Vagus wird ihre Hauptaufgabe in den nächsten Monaten sein. Als Einstieg ins Coaching würde ich ihr die Maus selbst über die Performanceleiste ziehen lassen… Die HRV-Wahrheit ist ihr zumutbar. Und Alfreds Klassiker „Sie haben in ihrem Leben schon viel erreicht, und das hat auch Spuren hinterlassen.“ zieht in so einem Fall immer! War sie schon einmal auf Kur? (Nicht wegen des Schattens...)

    Liebe Grüße, Erich

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