Herzrhythmusstörung?

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  • Barbara
    hat ein Thema erstellt Herzrhythmusstörung?

    Herzrhythmusstörung?

    Liebe Community,

    meine Klientin hat eine Messung gemacht um herauszufinden, ob sie Herzrhythmusstörungen hat. Für mich sieht es so aus, oder sind das nur Artefakte?
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  • Erich
    kommentierte 's Antwort
    Hallo Willi,
    Du hast recht, dass es auf das Umfeld und die rechtliche Situation ankommt, ob etwas als richtig oder falsch gilt. Und vieles ist sicher ambivalent, wie z. B. auch Bismarck, der ja nicht nur vieles (über)reglementiert hat, sondern auch erkannt hat, dass es für Arbeitnehmer eine Kranken- und Unfallversicherung braucht, um die Gesundheit der Bevölkerung sicher zu stellen. ;-)
    Liebe Grüße, Erich

  • Willi Achilles
    kommentierte 's Antwort
    Hallo Erich,
    deine Ansicht nochmals deutlicher. Es bricht sich einer das Bein, deutlich sichtbar, die Knochenspitzen sind sichtbar. Jetzt sagst du dem Arzt: Ich habe im Auto jemanden der hat ein gebrochenes Bein. Kein Widerspruch wird erfolgen. Das Problem? Wo ist die Grenze. Das sogenannte Kuwathsu (jap. der 1. Hilfe gleichzusetzen, früher im Judo gelehrt) macht ganz andere Dinge. In Europa würden alle vor ein Gericht kommen, gemäß unserer Gesetzlichkeit. Die Ursache: Seht euch die nationalen Berufsbilder und deren gesetzlichen Festschreibungen an. In Deutschland ganz stark entwickelt seit Bismarck. Es hat gute Begründungen und auch wie alle linear geschriebenen Gesetze, Grenzen und hinkt hinter dem Leben her.
    LG achwilli .

  • Erich
    kommentierte 's Antwort
    Liebe Barbara,

    ich hätte an Deiner Stelle genauso reagiert und gehandelt wie Du. Da besteht gar kein Zweifel. Vor allem wenn auch noch ein persönliches Vertrauensverhältnis zwischen Euch besteht. Auch medizinische Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, im Sinne eines anderen Blickwinkels, und in eine Gesamtsicht der Person einzugliedern ist legitim, ja geboten. Mir ging es nur darum, die rechtliche Situation nicht ganz aus den Augen zu verlieren, wenn man im Überschwang dessen, was die HRV-Messung tatsächlich essentielles zu leisten im Stande ist, die pathologisch-diagnostische Seite als Nicht-Arzt vielleicht zu offensiv kommuniziert – wie es mir in der Kolumne unabsichtlich passiert ist.

    LG, Erich

  • Barbara
    antwortet
    Hallo!

    Wow, ich freue mich sehr darüber, dass ich so interessante Gedanken von euch zu dem Beitrag bekomme. Meine Klientin ist meine Arbeitskollegin und den Termin beim Internisten hat sie in 2 Wochen. Da sie die HRV schon kennt und ich selbst gerade ein Messung durchgeführt habe, wollte sie einfach wissen, ob man Veränderungen erkennen kann. Wie schon erwähnt, und da bin ich auch voll bei dir Erich, bin ich kein Arzt und eine internistische Abklärung finde ich sehr wichtig.
    Weiters habe ich aber auch durch die eigene Krankengeschichte und verschiedene alternative Heilmethoden festgestellt, dass man manchmal die schulmedizinischen Ergebnisse hinterfragen darf. Beide Ansichten schwingen in der Patientin mit und sie wird ihren Weg finden damit umzugehen.
    Als meine Aufgabe sehe ich es nur, ihr die Messung zu zeigen und ihr Möglichkeiten aufzuzeigen, was sie alles tun kann, sowie sie zu begleiten, und eventuell mit Messungen ihre Entscheidung in ein Bild zu bringen.
    Danke für euere wertvollen Kommentare!
    LG
    Barbara

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  • Willi Achilles
    kommentierte 's Antwort
    Hallo Erich,
    100 % ige Zustimmung zu deinen Worten. Das mit den HS oder Herzrhythmusstörungen ist so ein Ding für sich. Bevor ich weiter schreibe einiges um Missverständnisse zu vermeiden. Ich halte mich für einen Laien, der ehrfurchtsvoll den Göttern in weiß für ihr erworbenes Wissen Anerkennung zollt. Seit Jahrzehnten habe ich immer mehr Ärzte kennenlernen dürfen, die mir wertvolle Hinweise für meine eigenen Probleme als auch meiner Klienten geben. Es ist eine fruchtbare Zusammenarbeit wo keiner den Stellenwert und die rechtlichen Grundsatzfragen des anderen als Wettbewerbsverstoß versteht. Jetzt zu den RS zurück: Meine Mutter schwer herzkrank. Bruder bei Geburt gestorben, Herz war auf rechter Seite. Mit 16 Jahren ärztlicher Befund "schwerste Herzrhythmusstörungen" sofortiges Sportverbot Forderung Umstellung des gesamten Lebensstils! Psychisch durch familiäre Vorbelastung ein ärztlich gezüchtetes verängstigtes Häschen geworden. Genau 6 Monate! Das Leben war nicht mehr lebenswert! Ich wollte es Wissen. Machte alles was verboten worden war. (außer Rauchen und Saufen) Fing an wieder Sport zu treiben. Viele Übungsleiter genauso verbohrt wie ….! Wutschnaubend zum Autodidakten geworden. Ergebnis: Alle zwei Jahre bei Routine Untersuchung (durch Ärzte) sie, ich hatten einen Herzinfarkt! Überweisung Kardiologen, 6 Monate Wartezeit. Ergebnis, Herzrhythmusstörungen ja aber kein Herzinfarkt. Ein Arzt sagte mir eines Tages, Er war mal Militärarzt, keine Sorge "wir hatten einen Jagdflieger der hatte Herzrhythmusstörungen und war der einzige der beim Überschallflug nicht ohnmächtig wurde." Meine Versuche mich "umzubringen" (Ironie nicht wörtlich nehmen) brachten mir zehn 100 km Wettkämpfe im Gebirge, etwas über 50 Marathonläufen, den letzten vor drei Jahren ein. Mit dem 50 igsten Lebensjahr verschwanden meine Störungen (Bei evtl. aufkommenden Intellektuellem Streit, der Arzt kann mit den Befunden das beweisen) Ich Erwarb mir eigenes Wissen als Autodidakt aber (!!!) jedoch nicht als trotziges Kind gegen die Ärzte und andere, sondern nutze bis heute alles was man von Fachleuten lernen kann. Und da sind wir wieder bei der HRV! Vielen Dank Alfred, mit deiner Arbeit werde ich nicht zum Arzt und auch kein Fachmann auf dem Gebiet aber ich kann Ärzten gezielte Fragen stellen, was manche gar nicht gerne hören. Übrigens meine Ausbildung ist Ing. Ökonom! Ich habe mich in meiner Berufszeit nie als Ing. gefühlt! Wie ich mich nicht als Arzt fühle. Aber aus ökonomischer Sicht brachte ich so manchen Ing. ins Grübeln und auch da hatte ich Freunde. Zusammenfassend: Jeder ist seines Glückes Schmied!
    Liebe Grüße
    achwilli

  • Erich
    antwortet
    Hallo Barbara,

    in Deiner Antwort an Nicole hast Du ja schon geschrieben, dass eine internistische Abklärung vorgesehen ist. Das wäre nämlich meine Frage gewesen, warum sie bei vermuteten Rhythmusstörungen („RS“) nicht gleich z. B. im Zuge einer Vorsorgeuntersuchung bei einem Internisten ein Ruhe- und Belastungs-EKG und ein Herzultraschall durchführen lässt, um diagnostische Sicherheit zu haben. Eine RS ist ja potenziell lebensbedrohlich - Stichwort: Schlaganfall - zumindest aber der Lebenserwartung nicht wirklich zuträglich. Auch wenn wir hier wissen, wie aussagekräftig die HRV auch in Sachen RS ist, bin ich in dieser Hinsicht vorsichtig. Und zwar deshalb:

    Ich habe am Anfang meiner HRV-Karriere 1 ½ Jahre lang eine Kolumne in einem lokalen Monatsmagazin geschrieben, um das Interesse für die HRV-Messung bei den LeserInnen zu wecken. Dabei habe ich mal in einem Nebensatz eines Nebensatzes erwähnt, dass sich auch RS recht zuverlässig abbilden, ohne aber näher darauf einzugehen. Am Tag nach der Veröffentlichung hat sich ein Mann telefonisch gemeldet und gemeint, er leide höchst wahrscheinlich an RS und möchte deshalb eine Messung machen. Intuitiv habe ich gemeint, dann müsse er sich an einen Internisten wenden, um diese Vermutung besser heute wie morgen medizinisch zuverlässig abklären zu lassen. Auch als er nicht locker gelassen und insistiert hat, habe ich mich nicht weich klopfen lassen und ihm vorgeschlagen, gerne eine Messung nach der internistischen Abklärung zu machen, und er solle sich einfach danach melden.

    Gehört habe ich von ihm nichts mehr, aber anhand der Rufnummernrückverfolgung habe ich herausgefunden, dass es sich um einen Internisten in einem Nachbarort gehandelt hat, der offenbar meine Kolumne gelesen hat und sich durch die Erwähnung der RS auf den ärztlichen Schlipps getreten gefühlt hat und mich mutmaßlich juristisch herausfordern wollte. Wahrscheinlich hätte noch bevor ich Herzratenvariabilität fertig buchstabiert hätte, eine Anzeige wegen Kurpfuscherei am Hals gehabt, wenn ich mich darauf eingelassen hätte. Ganz unabhängig davon, dass etwaige RS natürlich leicht beweisbar gewesen wären.

    Die Vorsicht betrifft natürlich NICHT die Community, aber als Nicht-Arzt sollte man v. a. in der Öffentlichkeit, trotz aller uns bekannten Aussagekraft, doch den HRV-Ball flach halten und sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, weil mit Diagnosen – meiner geschilderten Erfahrung nach – weder der Sache HRV noch einem selbst gedient ist, weil man sich, schneller als man es vielleicht wahr haben will, womöglich in einer rechtlichen Grauzone wiederfindet.

    Liebe Grüße aus Ibk, Erich

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  • Barbara
    antwortet
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Sabine Scatterplot und Histogramm.png
Ansichten: 1
Größe: 176,7 KB
ID: 1938
    Liebe Nicole,

    danke für deine Rückmeldung. Ja, das denke ich auch. Auch anhand des Scatterplots und des Histogramms. Eine internistische Abklärung ist sowieso vorgesehen. Sie fliegt nur jetzt bald auf Urlaub und wollte vorher schon Gewissheit haben.
    LG Barbara

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  • Nicole Tradel
    antwortet
    Liebe Barbara,
    auf den ersten Blick scheint es sich hier um vermehrte Extrasystolen zu handeln (supra-ventrikuläre oder ventrikuläre). Artefakte würde ich eher ausschliessen, da das Bild homogener als bei Artefakten ist. Auch die Pulskurve mit einem breiten Hof und wenig extremen Zacken, sprechen hier eher für Rhythmusstörungen als für Artefakte.
    Mehr kann man allerdings aus dem Scatterplot und Histogramm entnehmen! Könntest du diese Bilder evtl. auch noch teilen?

    Aber egal wie, der Verdacht auf Rhythmusstörungen und auch die Abklärung dieser gehört in medizinische Hände. Also die Klientin bitte auch an einen Mediziner verweisen!

    Liebe Grüße

    Nicole

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