Armin Barandun

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  • Armin Barandun

    Guten Tag
    Ich habe von einem Klienten das Lebensfeuer gemessen und zusätzlich auch den AVEM eingesetzt. Der AVEM misst inwiefern das Arbeitsrelevante Verhalten und Erleben gesundheitsfördernd oder gesundheitsgefährdend ist. Hat jemand von Euch Erfahrung mit beidem? Falls mir jemand ein Lebenszeichen gibt, dann würde ich gern den konkreten Fall teilen und eine Frage dazu stellen. Wenn niemand hier ist, der Erfahrung mit dem AVEM hat, dann erübrigt sich meine Frage.

    Liebe Grüsse
    Armin (aus Basel)

  • #2
    Hallo Armin,
    ich arbeite auch mit dem AVEM und ggf. auch dem Erholungs-Belastungs-Fragebogen. Her mit der Messung!
    LG, Erich

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    • #3
      Hallo Erich, das ist ja super. Also dann will meine erste Messung hochladen .........

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      • #4

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        • #5
          Meine Frage zu dieser Messung hat mit der Ausswertung des AVEM zu tun. Der AVEM hat eine G-S Kombination gezeigt. Die Aehnlichkeit mit G mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 60% und die Aehnlichkeit mit S knapp 40%. Mein Klient hat den AVEM in ehrlichster Absicht ausgefüllt. Vor kurzem noch, als ich das Lebensfeuer nicht zur Verfügung hatte, hätte ich die AVEM Auswertung als absolut stimmig betrachtet. Dieser Klient ist ein sehr gut ausgebildeter und gelassener Mann. Er wirkt kräftig und gesund. Er ist ein Ruhepol und strahlt das auch aus. Er meistert jeden Tag grosse berufliche Herausforderungen und kümmert sich auch um seine Familie. Er ist in der Familie so viel anwesend wie es geht. Ja, seine Frau trägt die familäre Hauptlast.

          Also kurz, die AVEM Auswertung ist plausibel. Natürlich haben wir die HRV Messung gemacht, weil doch seine energetischen Grenze spürbar wurden. Seine Frau hat sich Sorgen um seine Gesundheit gemacht.

          Ich kann dem AVEM durchaus einen Sinn abgewinnen. Natürlich, das kann man immer. S steht für Schonung. Und hinter der Schonung steht die Erschöpfung. Oder die Erschöpfung erfordert Schonung. Und G, weil er sich jeden Tag so viel erholt, dass er den nächsten Tag durchsteht und auch erfolgreich ist.

          Aber die HRV Messung zeigt, dass mein Klient sich dringend um seine Gesundheit kümmern muss. Er hat eine Burnoutresistenz um die 1 oder um die 2, je nach Messung. Ich möchte jetzt die HRV - Messung nicht kommentieren, denn sie spricht für sich.

          Zweifelslos übertreibt die AVEM - Auswertung mit einem G/S masslos. Ohne HRV Messung hätte ich mich von der AVEM Messung täuschen lassen. Das ist der Punkt.

          Wie ist in diesem Zusammenhang mit AVEM Messungen umzugehen?

          Der AVEM ist ja eine subjektive Selbsteinschätzung, die aber objektive Wirkung auf die betroffene Person hat. Dennoch sagt das Nervensystem, nein, das ist kein G. Das heisst für mich, dass mein Klient sich nicht wirklich spürt. Und dass er damit bei sich und anderen (auch bei mir) glaubwürdig durchkommt. Das ist natürlich eine Hypothese.

          Und was heisst es für den AVEM? Was hast du für Erfahrung? Müssen wir im Licht der HRV-Messung dem AVEM unser Vertrauen entziehen?

          Das S kommt übrigens zustande, weil die Perfektion bei 1 liegt, die Bedeutung der Arbeit bei 5. Aber die anderen Skalen folgen dem G-Profil. Er geniesst eine hohe Lebeszufriedenheit, keine Resignation, löst Probleme offensiv, sieht sich als sehr erfolgreich. Wirklich alles bestens und das wirkt auf mich auch authentisch. Einzig die soziale Unterstützung könnte höher sein. (klar, es weiss vermutlich niemand, wie es um ihn gesundheitlich steht.).

          Nun bin ich gespannt, was du in diesem konkreten Zusammenhang zum AVEM und seiner Daseinsberechtigkung sagen kannst.

          lg Armin

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          • #6
            Eric, die Messung ist jetzt hochgeladen, wenn auch nicht hier, .........sondern woanders :-), aber ganz in der Nähe.

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            • Autonom Health
              Autonom Health kommentierte
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              Wir haben die beiden Beiträge zusammengeführt, sodass nun auch die Messung innerhalb dieses Beitrags aufscheint

          • #7
            Hallo Armin,

            ich denke, es ist nichts Außergewöhnliches, dass gerade Männer den Wald vor lauter Bäumen nicht immer sehen – im Gegensatz zu Familienmitgliedern, die gesundheitliche Veränderungen i. S. einer Verschlechterung als soz. „Außenstehende bzw. -fühlende“ viel besser erkennen. Die Person selbst erlebt die Verschlechterung genauso, wie man einen steigenden Blutdruck merkt – also praktisch gar nicht. Es zieht sich über Jahre (im Sinn einer „shifting baseline“), aber irgendwann steht man vor der Tatsache, dass das subjektiv Gefühlte mit dem objektiv Gemessenen nicht mehr viel miteinander zu tun hat, wie bei Deinem Kunden. Und man macht sich unfreiwillig und unbeabsichtigt was vor. Ein BA von +21 (!) lässt sich allerdings nicht mehr ganz sooo leicht schönreden…

            Anhand der Messung liegt es nahe, dass der AVEM zumindest ein Mischmuster A + B zeigt (also zwischen Raubbau und Burnout). Aber man lässt sich ohne HRV-Messung auch gerne von der beruflich getriggerten, blankpolierten Benutzeroberfläche der Menschen täuschen. Er darf wahrscheinlich, wie viele von uns, beruflich keinerlei Anzeichen von Schwächen nach außen hin erkennen lassen, aber unter der Hülle gärt es langsam, aber beständig… Wenn ich so mittags durch Innsbruck gehe, dann habe ich oft das Gefühl, ziemlich vielen personifizierten Potemkin’schen Dörfern in Anzügen über den Weg zu laufen: außen hui, aber innen vegetativ erodiert. Ich hatte heuer selbst einen Vertreter der Fitnessbranche zur Messung: Unter der nach außen hin braun gebrannten und Kraft strotzenden Hülle verbarg sich ein ausgelaugter und frustrierter Mensch, der dringend medizinische Hilfe brauchte. Aber angesehen hat man ihm das einfach nicht…

            Jeder Mensch braucht, denke ich, ein einigermaßen stabiles Selbstbild, um auch das (gesundheitliche) Vertrauen in sich nicht zu verlieren. Dass es ihm aber offenbar nicht immer so gut geht, wie er es selbst gerne hätte, sieht man v. a. zwischen 13 – 16.30 Uhr. Es geht ihm schlecht, und das spürt er auch. (Eine Herzrate von 110 bedeutet, dass der Vagus nicht mehr Puls senkend eingreift. Und der Hof um den Mittelpuls ist auch sehr eng.) Gehe beim Coaching mal in der Med-Analyse in eine 5-Minuten-Säule so um 15 Uhr herum, um ihm seine Situation anhand der Daten zu veranschaulichen. 131.000 Herzschläge sind verdammt viel, d. h. wäre er ein Auto, würde er sehr hochtourig fahren und dabei 25 Liter Super verbrauchen… Das Einzige, das in der Messung wahrscheinlich gut bewertet wird, ist der Schlaf, weil er an an den lausigen Tagesdaten gemessen noch halbwegs positiv hervorsticht. (siehe Dynamik A, pNN, HF, etc.) Aber auch das ist ja nur relativ gut und nicht absolut.

            Wem soll man nun Glauben schenken: HRV oder AVEM? Zum Glück ist der Unterschied zwischen HRV und AVEM sehr selten so ausgeprägt, aber mit der Ambivalenz müssen wir irgendwie umgehen. Es zeigt uns nur, dass fühlen und messen zwei Paar Schuhe sein können. (Ich halte aber diesen konkreten Fall eindeutig für „günstiger“, wenn man das überhaupt so sagen kann, als den umgekehrten: Die HRV-Daten sind bestens, aber er leidet im Alltag wie ein Hund. Das lässt Menschen eindeutig frustrierter zurück.) Nachdem Dein Kunde sich in seiner subjektiven Realität erlebt und sonst nirgends, wäre es töricht, ihm diese auszureden zu versuchen. Andererseits sind die Daten so unmissverständlich schlecht, dass es fahrlässig und im Hinblick auf sein Alter auch gefährlich wäre, in „altbewährter“ maskuliner Manier zu meinen: Das wird schon wieder. Schau ma mal. Halb so wild. Die ca. 20 Arbeitsjahre haben sich unverkennbar ins Vegetativum eingebrannt, auch wenn er das so nicht ständig spürt und die gut 20, die er noch vor sich hat, sind noch eine ganze Weile.

            Ich halte es überhaupt nicht für angebracht, die Ambivalenz krampfhaft auflösen zu wollen. C’est la vie! Ehrlich gesagt, halte ich es für am wichtigsten, seinen objektiv gemessenen, schlechten Allgemeinzustand - ungeachtet dessen, wie er sich selbst sieht - medizinisch diagnostisch abklären zu lassen. Ohne unnötig zu dramatisieren, wäre alles andere unverantwortlich. Ich würde auch seine Frau fragen, an welchen Denkmustern, Gefühlen oder Handlungen sie seinen sich verschlechternden Gesundheitszustand festmachen kann. Vielleicht zeigt ja das schon eine ganz konkrete diagnostische Richtung an. Ich hoffe, dass das ein wenig hilfreich war...

            Liebe Grüße, Erich

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            • #8
              Danke Erich für deine Erläuterungen. Ich entnehme deiner Antwort, dass gemäss deiner Erfahrung derartige Diskrepanzen zwischen Avem und HRV-Messung selten sind. Allerdings schliesse ich für mich vorläufig, dass der AVEM vielleicht doch nicht messen kann, was im Schatten liegt. G u S verdecken A u B, frei nach C.G. Jung interpretiert. Wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt der Avem A u B anzeigt, ist wertvolle Zeit verloren gegangen. Die Coachings werden dann auch für uns sehr anspruchsvoll, weil der Klient dann kaum mehr Energie hat. Gar keine Fragen. Die hrv - Fakten sind ernst zu nehmen. Der Avem kann womöglich anzeigen, wie weit das Selbstbild von den gemessenen Tatsachen abweicht. Decken sich die Aussagen beider Verfahren, so gibt der Avem immer noch wertvolle Hinweise, wo ein Coaching ansetzen soll. Lg Armin

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              • #9
                Ja, Armin, die Unterschiede sind i. d. R. deutlich geringer. Ich habe einmal bei einem BGF-Projekt ca. 60 Scan-Messungen gemacht und bei 25 davon auch den AVEM. Beim Großteil dieser 25 haben sich HRV und AVEM sehr gut ergänzt: War der Allgemeinzustand laut HRV gut, war auch beim AVEM das G-Muster bestimmend. Aber ich habe auch gelernt, dass die HRV-Messung die Grenzen des AVEM recht deutlich aufzeigen. LG, Erich

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