Diskrepanz subj. Empfinden vs Messung

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    Hallo Freunde
    wie kann man das interpretieren: das grosse Problem des Patienten sind die Schlafstörungen, getigert durch vorrangigen Bierkonsum und Sport. Hat er auch extra gemacht und die nacht /Schlafqualität als sehr schlecht empfunden. d.h. Wachwerden um 04.00 Uhr und dann nur noch geschlummert, war am morgen völlig erledigt, hat sich zum Sport geschleppt (wollte die HRV damit sehen), auch anschliessend und in den folgenden Tagen ging es ihm sehr schlecht/völlige Erschöpfung, war stark angeschlagen. Ist natürlich sehr enttäuscht, dass sich sein Befinden, sein subjektiv empfundene miserable Schlafqualität mit ständig völlig erschöpft sein sich nicht in der HRF niederschlägt.
    danke herzlichst um eure Meinung/inputs
    lg Monika (aus der Schweiz)
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  • #2
    Hallo Monika,

    ich kann mir gut vorstellen, dass es manchmal enttäuschend sein kann, wenn ein HRV-Bild nicht den eigenen Empfindungen entspricht.

    Würde ich nur das Bild sehen, dann würde ich auch sagen, super Schlaf. Aber man kann halt mit Klienten doch nicht immer nur mit den objektiven Daten arbeiten, sondern muss dem Subjektiven auch Platz geben.

    Woran merkt er, dass er nicht gut schläft? Schläft er schlecht ein, wacht er oft auf? Liegt er in der Nacht oft wach da? Dann ansehen, wie sieht seine Schlafsituation aus? Gibt es Störfaktoren? Geräusche, Klima, Lichtverhältnisse etc. Hast du deinen Klienten schon mal gefragt, seit wann sein Schlaf nicht gut ist? Hatte er schon einmal das Gefühl, dass er gut geschlafen hat? Wenn ja, was war da anders (v.a. an seiner Lebenssituation?)

    Er sieht mir vor allem auch wie ein typischer 0,1er Typ aus, hohe Konzentration und Leistungsfähigkeit, oft aber auch verbissen, atmet vielleicht nicht frei? D.h. hier vielleicht in Richtung Lockerung gehen, sein Feuer sieht doch sehr dicht aus. Macht er eine Art Entspannung? Wenn nein, dann führe ihn einmal an das Thema heran. Sport tut ihm auch gut, könnte ihn theoretisch sogar mehr fordern, allerdings dann auch wieder nicht, wenn er sich derzeit nicht so belastbar fühlt. Gerade dann sollte er sich nicht auch noch zum Sport zwingen.

    Was macht dein Klient gerne? Hat er Hobbies? Worin geht er auf?

    Ich sehe ganz das ganz oft. Wenn irgendwo im Leben ein Bereich nicht passt, man unzufrieden ist, dann schlägt sich das oft auf den Schlaf nieder. Geh mal in die Ursachenforschung

    Nur mal ein paar Gedanken von mir
    lg Lisa

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    • #3
      Hallo Monika,

      mir stellt sich schon die Frage, warum er, wenn er sowieso schon unter Schlafstörungen leidet, ausgerechnet bei der Messung noch ausgiebig trinkt? Oder wollte er sich „müde saufen“, um besser zu schlafen? Nicht gerade die beste Idee... Da läuten bei mir immer die Alarmglocken, wenn jemand, der sich schlecht entspannen kann, auch noch trinkt. Hat er tatsächlich „in einer Gruppe“ geschlafen und erst ab 4 Uhr alleine?

      Was man erkennen kann ist, dass der Schlaf eher wenig Struktur und Rhythmus hat und anfangs tendenziell als Erschöpfungsschlaf zu bezeichnen ist, was durchaus dem Alkohol geschuldet werden kann. Aber ansonsten gibt es am Schlaf selbst nicht allzu viel auszusetzen, weil er sich ja an den Tagesschnitten misst.

      Dass dieser in der Analyse als „erholsam“ und grundsätzlich nicht übel gilt, liegt sicher auch daran, dass er tagsüber extrem geringe HF-Werte aufweist (4,74%), obwohl er ja nicht wirklich besonders anstrengende Aktivitäten macht (geistig, essen, kommunizieren). D. h., wie Lisa schon richtig festgestellt hat, er ist ziemlich gedeckelt. Seine Gefahr: Verschleißen durch Verbeißen! Sein Frequenzmuster ist: VLF +/LF +/HF - . Die „Botschaft im Bild“ wäre also „lockern, entspannen, fünfe grad sein lassen“. Aber eher nicht durch Alkohol, sondern durch Hinterfragen seines Selbst- und Weltbildes: ist es wirklich nötig, dass alles perfekt ist? Muss die Leistungsorientierung so oft im Vordergrund stehen?

      Kann es sein, dass er irgendwelche Sorgen in den Schlaf mitnimmt? Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand, der grundsätzlich nicht gut schläft, irgendwann Angst vor der Angst hat, „wieder einmal nicht ausgeschlafen“ zu sein. Ich finde, dass vor allem Rituale vor dem zu Bett gehen viel bringen, bei denen man bewusst den Tag hinter sich lässt.

      Liebe Grüße, Erich

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