Artefakte - 8,22% Fehler Messergebnis dennoch gut beurteilbar?

Liebe Community,

ich habe im Buch nachgelesen, dass die Artefakte rausgefiltert werden und die Auswertung somit passt. Richtig? Oder hier weiteres zu beachten?
Was mich als Neuling hier irritiert, ist die Verteilung der Fehler-Bereiche über die 24 Std. und die Höhe von 8,22%. Bisher in anderen von mir veranlassten Messungen waren es deutlich weniger Fehler % (immer unter 3%).

Messung sieht für mich auf ersten Blick gut aus. Wenn Euch weiteres auffällt, immer gerne :-).

Herzliche Grüße,
Andrea
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Hallo Andrea,

die Messung ist auch mit den 8% Fehlerquote beurteilbar, da die unphysiologischen Schläge gefiltert wurden.

Ganz allgemein gilt: Es kommt bei Artefakten sehr darauf an, WO in der Messung Artefakte auftreten. Neben der Häufigkeit ist also auch die Verteilung entscheidend! Gerade bei einer großen Anzahl an Messfehlern ist diese Frage ausschlaggebend.

Bei dir sind es nur einzelne Bereiche, die gefiltert wurden, oft während Gehen/Manueller Tätigkeit oder Autofahren, erkennbar an der schraffierten Linie und den schwarzen Balken zwischen HRV-Spektrogramm und Pulskurve. Möglich, dass die Artefakte hier durch Reibung entstanden sind, beim Auto durch den Gurt vl, bei körperlicher Anstrengung durch Schwitzen? Die Phasen dazwischen sind sauber und können damit problemlos interpretiert werden.

In diesem Blogbeitrag kannst du auch nachlesen, wie Artefakte vermieden werden: https://www.autonomhealth.com/blog/artefakte-vs-rhythmusstoerungen/
Und im Newsletter von Jänner 2018 haben wir auch einmal beschrieben, dass unter gewissen Umständen auch Messungen mit einer höheren Fehlerquote immer noch interpretierbar sind: https://community.autonomhealth.com/forum/newsletter-by-autonom-health/newsletter-pdf-2018/1218-newsletter-jänner-2018

Liebe Grüße,
das Autonom Health Team

Guten Morgen & herzlichen Dank für die Erklärung und die Hinweise, wo ich dazu noch mehr lesen kann.
Liebe Grüße,
Andrea

Hallo Andrea,

nur als Ergänzung zu Patrizias (?) Posting. Die Frau hat generell eine sehr niedrige Herzrate. Das ist für die Wahrscheinlichkeit bzw. Intensität von HRV ja ziemlich entscheidend. Die eingestellten Filter greifen i. d. R. ja sehr zuverlässig, wie man an den schwarzen Balken gut sehen kann. Nachdem der Schlaf praktisch frei von Artefakten ist, kann ich mir gut vorstellen, dass die Tagesdaten ein wenig zu hoch – i. S. v. „ leicht falsch positiv“ – sind, weil ja die Tagesdaten bei „Gesunden“, wie sie es ist, fast immer höher sind und daher manch eher unauffälliges Artefakt nicht ganz weggefiltert wurde, d. h. in die Analyse mit eingeflossen ist – z. B. kurz nach 9 Uhr. Das kann man in der Med-Analyse gut nachschauen, wie Du weißt. Aber das ist ja kein Malheur und ändert nichts am positiven Allgemeinzustand.

Liebe Grüße, Erich :slight_smile:

Ich weiß nicht ganz, warum das Profil nicht angezeigt wird, aber ich bin’s

Hallo Erich,

sieht so aus, als ob du zwei Accounts hättest. Ich schick dir dazu aber gleich mehr per Mail.

lg Patricia

Hallo Erich,
auch Dir herzlichen Dank für Deine Unterstützung. Mit der Med-Analyse habe ich mich noch nicht so eingehend beschäftigt. Dein Hinweis “Tagesdaten ein wenig zu hoch…leicht falsch positiv” ist für mich jetzt nicht wirklich verständlich… noch nicht ;-). Das wird sich sicherlich für mich im Januar beim Modul 1 ändern :-). Bis dahin mache ich meine Messungen bei Familie & Bekannten, um erste Erfahrungen zu sammeln und die Tiefe kommt ja bekanntlich mit dem Lernen & Tun. Ich freu mich drauf.
Schönen 2. Advent & liebe Grüße,
Andrea