Erschreckende Werte bei Klientin

Hallo,
die Klientin wollte freiwillig eine Messung machen, da sie Interesse an ihrer Verfassung hatte. Vor der Messung gab sie an, dass bei ihr alles in Ordnung sei. Nachdem ich mit ihr das Ergebnis besprochen habe, teilte sie mir mit, dass sie u.a. auch schon in einer psychosomatischen Reha war. Auf Vorschläge und Hinweise, wie und warum sie Acht auf sich geben sollte, wollte sie nicht eingehen. Obwohl ihre Werte meines Erachten sehr erschreckend ausfallen. Habt ihr noch Ideen, wie ich an sie herankomme?
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Hey, ich würde davon ausgehen, dass die Klientin sich scheinbar in einer inneren Dissonanz befindet und sich dir einseits anvertrauen möchte (sonst hätte sie die Messung nicht gemacht), andererseits sich der Situation noch nicht vollumfänglich stellen kann/ will. Ggf. gelingt es dir, ihr deinen Eindruck über das eventuelle Vorhandensein dieser beiden Pole wertneutral in einem Gespräch darzustellen und ihr dann lediglich das Angebot zu machen, dass Du da bist für weitere gemeinsame Überlegungen hinsichtlich Verbesserungsmöglichkeiten, Gespräche etc. Manchmal hilft das KlientInnen, um sich selbst ein bisschen besser zu verstehen und sich dann auch weitere Schritte einzulassen.

Hallo Florian,
ich hatte eine ähnliche Reaktion bei einem Klienten, jedoch ohne psychosomatische Reha in der Vergangenheit:
Ein paar Tage nach unserem Beratungsgespräch bin ich nochmals auf ihn zugegangen, um nachzufragen, wie es ihm geht. Überrascht hat mich dann, als er geschildert hat, was er seitdem alles verändert hat (Schlafhygiene, Ruhezeiten, …). obwohl er anfangs dafür nicht empfänglich war.
Die anfänglich ablehnende Reaktion habe ich für mich als “Überforderung mit dem überraschenden Ergebnis” gedeutet.
Eventuell braucht sie ein wenig Zeit um das Ergebnis zu verdauen?