Hallo L.,
Du hast schon wertvolle Rückmeldungen vom „Gast“ erhalten. Und stellst dir die Frage, wie du den Parasympathikus, den HF Bereich stärken kannst, das dir mehr Erholung und dann mehr Leistungsfähigkeit bringt. Ich füge dir meine Impulse hinzu.
Zuallererst kann ich untermauern, was „Gast“ schon gesagt hat, du hast einen wunderbaren Gesundheitszustand und eine wunderbare Burnout Resistenz. Und andererseits finde ich es großartig, dass du dir deine Potentiale von diesem Messtag SCHLAF und REGENERATION näher ansiehst.
- Diese Nacht war zu 80% mittel, schlecht und erschöpfend. Die Bewertung kommt aus den Messgrößen der Schlafdauer, Muskelentspannung, Erholung, Pulshöhe und Pulsabfall. Puls ist zweimal über 100 BpM gegangen. Fraglich, ob die Erholung in dieser Nacht optimal war. Erholung findet in den Tiefschlafphasen statt, in denen es zu mentalen Verarbeitungsprozessen (der Schreibtisch im Hirn wird aufgeräumt – aussortiert, wichtig – abgespeichert, nicht relevant – vergessen) und Entgiftungsprozessen kommt.
- Die Regeneration am Messtag war zu 56 % gut. Dauer 43 min. Du weißt, wie du gut regenerieren kannst.
- Die Mentale Performance, die 37% deiner Messdauer ausmachte, war zu über 80% mittel, anspannend, ermüdend, erschöpfend.
[U]Meine Tipps für dich:[/U]
[B]TIPP 1[/B]: Bewusstsein für den Parasympathikus fokussieren. PS ist gleichwichtig, wie unser Sympathikus für unsere Leistungsfähigkeit und Ökonomie! PS steuert unsere Körperbereiche, wie Verdauung, Stoffwechsel, Libidus, Zellregeneration an, mit der Message „Ei, ei, alles ok, kein Säbelzahntiger um die Ecke, es herrscht Ruhe und Zeit für die systemwichtigen Abläufe, wir müssen nicht flüchten, einfrieren oder kämpfen!“ Lade dein Lebenspendel ein, gleichmäßig zwischen [B]Aktiv – wertvoller Regeneration[/B] hin und her zu schwingen.
TIPP 2: Selbstreflexion untertags – Gedanken aufräumen – Gefühle erkennen, zuordnen: z.B.
- Mini-Reflexion: Was ist heute gut gelaufen? Was nicht? Was kann ich mir daraus mitnehmen? Was kann ich daran ändern, was nicht? Niederschreiben oder mit Vertrauensperson austauschen
- Gesundheitstagebuch: Gedanken und Gefühle, Sein – Tun in den Bereichen Lebensführung (mentale Gesundheit), Ernährung, Bewegung, Erholung/Entspannung niederschreiben
- Dankbarkeitstagebuch: Wofür bin ich heute dankbar für das was ist, für das was ich bin, was ich habe? Welche Situation, welcher Moment macht mich demütig?
- Gelassenheitsgebet selbst aufschreiben, kreativ gestalten und dort aufhängen, wo du es täglich siehst: „Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Reinhold Niebuhr (1892-1971), US-Theologe und Philosoph
TIPP 3: Fortsetzen und Ausbauen der 10-15 Minuten Pausen, speziell an Tagen von viel Arbeitsmonotonie. Best case: alle 1 – 1,5h, dies würde unserem BRAC (Basic Rest Activity Cycle) Zyklus entsprechen. Z.B. Regeneration – Boxatmung oder Aktivierung – von Liegestütz, Plankchallenge zu Stiegen gehen, hüpfen
TIPP 4: Sport an Tagen mit rund 8h PC draußen an der frischen Luft, mit kurzzeitig hohen fordernden Puls.
Mit deinem biologischen Alter von 34 Jahren, und der Burnout Resistenz von 8,49 hast du alles, was du für das Streicheln des Parasympathikus brauchst in dir. Und wie auch die Marathonläufer wissen, dürfen wir uns nach hoher Leistung erholen, denn nur dann sind wir wieder leistungsfähig und motiviert für die nächste Leistungsherausforderung.
Alles Gute Claudia Hauser