Guten Tag, anbei ist eine Messung von einem 34 jährigen Mann der laut eigenen Angaben und Diagnose vom Arzt im Burnout ist. Kaum fähig zu arbeiten, schläft unfassbar viel und auch Sport ist kaum mehr möglich für ihn. Als ich die Messung eingespielt habe, habe ich ein anderes Bild erwartet. Die Pulskurve sieht aber aus wie erwartet. Ich weiß, dass Alfred in der Ausbildung mal etwas von einem paradoxen Verhalten vom Parasympathikus erzählt hat im Burnout, aber ich habe leider keine Notizen dazu und finde auch nichts im Buch. Könntet ihr mir vielleicht eure Gedanken teilen? Werte sind natürlich teilweise positiv falsch durch schnarchen, aber habe ich erstmal nicht ausgespart, weil mich eure Meinung sehr interessiert ![]()
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@Autonom_Health Eventuell habt ihr dazu Gedanken? ![]()
Hallo Frido,
du meinst vermutlich das Phänomen der “Vagusstarre”, erkennbar an einer Zunahme der HRV, v.a. im HF-Bereich, der pNN50, Auftreten von RSA tagsüber und niedrigen Herzraten - das würde hier zum Teil passen, genauer weißt du es, wenn du dir die Vaguswerte v.a. tagsüber ansiehst.
Der Vagus schaltet sich ein, schaltet auf Ruhe, Resynchronisation von Atmung und Herzschlag, um damit möglichst viele, der allesamt in ganzzahlig zueinander selbstorganisiert rhythmisch interagierenden Abläufe in uns im wahrsten Sinn in Ordnung zu bringen, wie er das immer tut, um Entzündungsprozessen entgegenzuwirken - er möchte also eine Balance wieder herstellen. Ein überaus sinnvolles Phänomen, das seit 20 Jahren als Inflammatory Reflex wissenschaftlich prominent publiziert wird.
Das könnte von deinem Klienten dann u.a. in einer bleiernen Müdigkeit oder Erschöpfung wahrgenommen werden.
Liebe Grüße vom Autonom Health Team