RSA im Schlaf sehr niedrig

Hallo liebe Community,

bei dieser Messung einer Klientin ist die RSA im Schlaf sehr niedrig - sie fällt größtenteils in den LF-Bereich.

Die Klientin gibt an, ab und zu zu schnarchen, ansonsten ist der Schlaf gefühlt normal.
Sie ist in einem eher untrainierten Zustand.

Daher ist die niedrige RSA schon auffällig. Gibt es hier Erfahrungswerte, woran das liegen könnte und ob das genauer untersucht werden sollte?

Herzliche Grüße an alle von
Marcella
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Hallo Marcella,

das doch etwas ausgeprägtere Schnarchen bei Deiner Klientin führt dazu, dass sich ihre Atemfrequenz verlangsamt und die RSA deshalb in den LF-Bereich abrutscht. Das Schnarchen ist also tatsächlich die Ursache für die RSA im LF-Bereich.

In den Diagrammen Atemtiefe, Herzrate und Tachogramm in der HRVmed-Analyse könntest Du genau feststellen, wie häufig es bei Deiner Klientin in der Nacht zu Atemaussetzern kommt. Ist dies in einer Stunde mehr als fünfmal der Fall, sollte die Schlafapnoe von einem Schlafmediziner untersucht werden, siehe nachfolgender Artikel von einem Schlafexperten aus Recklinghausen:

https://smed-schlaflabor.de/atemaussetzer-im-schlaf-so-gefaehrlich-sind-sie-wirklich/#Atemaussetzer_im_Schlaf_Wie_viele_sind_normal

Du schreibst, dass Deine Klientin sich in einem eher untrainierten Zustand befindet. Sie hat zwar zwei (2) Sporteinheiten aufgezeichnet, die sich jedoch beide im Pulsbereich “Gehen” befinden, so dass Deine Klientin während der Messung nicht im Sinne von Leistungsverbesserung trainiert hat. Ein Training im Pulsbereich “Gehen” kann man sicher als Unterforderung und damit gleichbedeutend mit dem Abbau von Leistungsfähigkeit bezeichnen.

Welchen BMI hat eigentlich Deine Klientin? Oft ist es ja so, dass gerade untrainierte und (leicht) übergewichtige Menschen an Schnarchen leiden. Ein gesundes und trainiertes Herz-Kreislaufsystem sowie das nahezu komplette Weglassen von Alkohol ist der beste Schnarchschutz!

Deine Klientin sollte daher wieder vermehrt und regelmäßig Ausdauersportarten, wie z.B. Nordic Walking, Wandern, Radfahren, Schwimmen und Langlaufen, etc. betreiben.

Liebe Grüße,
Tobias

Hallo,
ich kann da Tobias nur zustimmen. Die Klientin ist 64 Jahre alt und liegt mit ihrer Messung im durchschnittlichen Bereich, also es ist auf keinen Fall eine schlechte Messung.
Das Schlafverhalten und besonders die Regeneration hängen sehr stark mit der persönlichen Körperkonstitution zusammen. Du beschreibst, dass die die Klientin eher unsportlich ist, also könnte hier auf jeden Fall ein Zusammenhang mit dem Schnarchen bestehen. Es ist super, dass sie versucht Sporteinheiten und Bewegung mit einzubauen. Allerdings beobachte mal die Pulsstatistik, sie kommt so gut wie nie über 110bpm. Um einen richtig guten Trainingseffekt zu erhalten sollte sie mal, so fern es möglich ist, in höheren Pulsbereichen trainieren (lernen sich selbst ein wenig zu quälen). Ich würde hier auch empfehlen mit lockeren Krafteinheiten zu beginnen um Muskelmasse aufzubauen (je mehr Muskel ich habe, desto besser regeneriere ich) und natürlich wie bei Tobias beschrieben Ausdauereinheiten. Wenn sie es konsequent 2-3mal die Woche durchzieht wird sich sicher automatisch eine Verbesserung einstellen. Natürlich sollte man vielleicht auch die Ernährungsgewohnheiten genauer anschauen, denn wie wir alle wissen ist unsere Ernährung (der meisten) in unseren Breitengraden sicher nicht optimal und kann sicher in irgendeiner Art und Weise, in kleinen Schritten verbessert werden.

Liebe Grüße
Manuel